Trafikant stiehlt Pensionistin das Jackpot-Rubbellos

Eine 70-Jährige wollte beim Verkäufer nachfragen, ob sie tatsächlich ein Los im Wert von einer halben Million Euro in den Händen hält. Miese Masche!

Der 57-jährige Kioskbetreiber Gaetano Scutellaro aus Neapel sitzt im Gefängnis. Grund dafür ist, dass er versuchte, ein Rubbellos im Wert von einer halben Million Euro zu stehlen und es als seines auszugeben, wie der "Corriere della Sera" schreibt. 

Aber der Reihe nach. Vergangene Woche wollte sich eine ältere Dame vergewissern, ob sie mit ihrem Los jetzt tatsächlich 500.000 Euro gewonnen hat und zeigt das Los einem von Scutellaros Mitarbeitern in seinem "Tabacchi" – eine Trafik, in der von Tabakwaren bis hin zu Rubbellosen allerlei erhältlich ist. Als der Mitarbeiter seinen Chef, Gaetano Scutellaro, holt und ihm das Los zeigt, zögert dieser nicht lange und verschwindet mit dem Los im hinteren Teil des Ladens, nur um kurz darauf mit seinem Roller davon zu düsen.

Frau habe ihn bestohlen – nicht umgekehrt

Auf seiner Flucht eröffnete der 57-Jährige zwischen Rom und Neapel ein Konto, um das Los zu deponieren und wollte von da weiter zum Flughafen, um sich nach Fuerteventura abzusetzen. Am Fiumicino – dem Flughafen in Rom – konnte Scutellaro festgenommen werden, schreibt "Focus". Gegenüber der Polizei versuchte sich der Kioskverkäufer noch aus der Geschichte rauszureden.

Er behauptete, das Los gehöre ihm: "Man wollte mir das Los stehlen und darum zeige ich diese Frau auch an", schreibt "News24". Seine Ausflüchte werden immer kreativer. So behauptet Scutellaro weiter, ein Freund habe für ihn das Los gekauft und er habe die Frau um einen Gefallen gebeten, nämlich den Gewinn – von dem er glaubte, es handle sich um lediglich 500 Euro – für ihn abzuholen.

Da ihn jedoch eine Überwachungskamera dabei filmte, wie er das Los entgegennahm und kurz darauf mit seinem Roller davon fuhr, glaubten die Beamten ihm seine Version der Geschichte nicht. Das Los mit dem Monstergewinn wird die 70-Jährige zurückbekommen – einlösen kann sie es aber erst, wenn die Ermittlungen abgeschlossen sind. Der Kioskbetreiber sitzt in Untersuchungshaft und verlor seine Lizenz.

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DiebstahlBetrugNeapel

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