Riccardo Piatti war eineinhalb Jahre Trainer von Novak Djokovic - als dieser noch die Nummer 250 im ATP-Ranking war. Der Italiener übernahm den Serben im Jahr 2005 und bemerkte ein großes Problem.
"Mir wurde klar, dass er immer die Augen zusammenkniff, bevor er den Ball traf, und ich riet seinen Familienangehörigen, ihn zum Augenarzt zu schicken", erzählt der 63-Jährige im Corriere Della Sera.
Der Optiker fand heraus, dass der "Djoker" kurzsichtig ist. Seither spielt er mit Kontaktlinsen und siehe da, ein Jahr später gewann er sein erstes ATP-Turnier.
Da war Piatti aber nicht mehr sein Trainer, es kam zur Trennung: "Sein Vater verlangte von mir absolute Hingabe. Aber ich setze meine Kinder an erste Stelle und ich konnte mich nicht trennen."
Außerdem gab es politische Spannungen, denn der Italiener betreute auch den Kroaten Ivan Ljubicic: "Er ist Kroate bosnischer Herkunft, Novak ist Serbe. Der Krieg auf dem Balkan war gerade zu Ende und in diesen beiden Ländern wiegen bestimmte Dinge noch immer schwer."