Traiskirchen: Erste Asylwerber per Bus verlegt

Seit Mittwoch gilt der Aufnahmestopp im aus allen Nähten platzenden Areal Traiskirchen. Erste Asylwerber verließen in Bussen das Lager. Am Donnerstag überprüft ein Team von Amnesty International die Situation.

Die in Traiskirchen abgewiesenen Flüchtlinge werden in freie Quartiere österreichweit überstellt. So will das Innenministerium die angespannte Situation etwas entschärfen. Stadtchef Andreas Babler forderte das Land NÖ erneut auf, endlich den Standort für das geplante Verteilzentrum zu nennen.

Am Donnerstag um 10.30 Uhr trifft im Erstaufnahmezentrum Traiskirchen das Team von Amnesty International ein. Drei Medizin- und Menschenrechtsexperten sowie ein Dolmetscher prüfen dort humanitäre, gesundheitliche, aber auch .

Mängel bei Sanitären Einrichtungen

Von den rund 4.000 derzeit in Traiskirchen untergebrachten Menschen haben 1.500 keinen festen Schlafplatz. Der Grund für den Aufnahmesstopp war eine gesundheitsbehördliche Untersuchung in der letzten Woche. Aufgrund der Überfüllung kam es unter anderem zu Mängeln bei den sanitären Einrichtungen.

Das Innenministerium hat in der Zwischenzeit 1.100 Ausweichquartiere einrichten können. In Klagenfurt, Salzburg und Wien können 150 Menschen in Polizeianhaltezentren untergebracht werden. In Hörsching, Ohlsdorf und Mondsee sollen Container-Quartiere für je 100 Flüchtlinge entstehen. In St. Georgen am Längsee wird binnen 36 Stunden eine Zeltstadt für 400 Personen errichtet.

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