Tränen und Verzweiflung bei Cobenzl-Räumung

Nach jahrelangem juristischen Kampf hat die Stadt Wien am Dienstag Morgen das Café-Restaurant beim Schloss Cobenzl zwangsräumen lassen. Der Besitzer hatte sich seit fünf Jahren geweigert, das Areal zu verlassen. Bei der Zwangsmaßnahme nahm die Belegschaft emotional Abschied.

Arbeiter begannen schon in der Früh, Mobiliar aus dem Schloss zu tragen. Das Kaffeehaus-Inventar hatte Pächter Olaf Auer selbst geräumt. Dienstagfrüh rückten dann Gerichtsvollzieher, Vertreter der Stadt Wien und rund 50 Arbeiter aus.

Emotionale Szenen spielten sich vor dem Schloss ab. Nicht nur Pächter Olaf Auer war den Tränen nahe. Er bezeichnete das Cobenzl stets als sein "Lebenswerk", hatte rund 35 Jahre hier gewerkt. Ein Ehepaar – er hatte für Auer gearbeitet, mit seiner Frau am Areal gewohnt – nahm die Sache besonders mit. Die Gattin erlitt einen Schwächeanfall, wurde vom Rettungsdienst zur Untersuchung in ein Spital gebracht. Für das Paar war mit dem Verlust von Wohnung und Arbeitsplatz eine Welt zusammengebrochen. 

Bereits vor fünf Jahren kündigte das Forstamt den Pachtvertrag, meldete Eigenbedarf für das Schloss an. Als Grund führte die zuständige Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) etwa den nicht mehr sehr schönen Zustand des Lokals an. Die Stadt will einen neuen Pächter für das Restaurant

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