"Das ist lächerlich"

Trans-Frau auf Pride-Parade einfach von Straße gezerrt

Valerie Lenk ist schon lange als Trans-Aktivistin tätig. Auch bei der Pride-Parade hatte sie ein Anliegen – doch es kam anders als geplant.
Wien Heute
09.06.2024, 17:11
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Als Teil der LGBTIQ+-Community ist die Vienna Pride für Valerie Lenk ein Fixtermin. Die Transfrau setzt sich für die Rechte von transgender Personen ein, möchte im Herbst auch in den Nationalrat einziehen.

"Situation ist katastrophal"

Bei der Pride-Parade am Wochenende in Wien musste sie aber leider eine unangenehme Erfahrung machen. Unter den zahlreichen Wägen, die an der Parade teilgenommen hatten, war auch einer von der EU dabei. Der sorgte bei Lenk für Kritik.

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"Die Situation für Transpersonen in der EU ist nicht so, wie sie sein sollte. Schon 2015 hat eine Studie die Situation als katastrophal eingestuft, es hat sich seitdem sogar noch verschlechtert. Man muss nur in Länder wie Ungarn oder Polen schauen", kritisiert Lenk im Gespräch mit "Heute".

Aus Protest auf den Boden gesetzt

Als sich der Truck der EU bei der Parade in ihre Richtung bewegte, kam ihr eine spontane Idee. Nachdem das Fahrzeug sehr langsam unterwegs war und kurz darauf sogar stehen blieb, stellte sich Valerie vor den Truck. Ein Sicherheitsmann kam daraufhin auf sie zu. "Er hat mich richtig weggeschubst", schildert Lenk.

Aus Protest habe sie sich daraufhin auf den Boden gesetzt und "Transrechte sind Menschenrechte" skandiert. Ein Sicherheitsmann hatte versucht, sie wegzuzerren, schlussendlich hätten zwei von ihnen Valerie weggetragen.

Awareness-Teams und Ansprechpersonen fehlten

"Das ist einfach lächerlich", ärgert sich Valerie. Vom Wagen der EU gab es keine Ansprechperson, an die sie sich hätte wenden können. Auch ein Awarenessteam habe zumindest bei diesem Truck gefehlt.

Ein mögliches Sicherheitsrisiko will Valerie nicht gewesen sein. "Der Wagen stand da. Er ist erst weitergefahren, als ich weggetragen wurde, das war nicht einmal eine Minute Verzögerung", so Lenk. Für sie ist auch ärgerlich, dass die Sicherheitsleute gleich so grob zu ihr waren.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 09.06.2024, 18:35, 09.06.2024, 17:11