Österreich

Transfrau nach Sex ermordet - lebenslang

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:25

Ein Serbe (32) musste sich am Donnerstag wegen Mordes vor Gericht in Wien verantworten. Der Freier geriet im Jänner nach dem Sex mit Transfrau Hande Ö. (35) in Streit. Das nicht rechtskräftige Urteil: lebenslang.

Er soll sie am Hals gepackt und zugedrückt haben – bis die gebürtige Türkin tot war. Der Verdächtige fesselte die Leiche und flüchtete mit 3.000 Euro und Schmuck aus der Wohnung in Wien-Ottakring.

DNA-Spuren führten die Beamten drei Wochen später zufällig direkt zu dem Verdächtigen. Suchen mussten sie ihn nicht: Der Mann saß bereits wegen zwei Raubüberfällen im Gefängnis. Der Schuldspruch wegen Mordes fiel mit 7:1 Stimmen deutlich im Sinne der Anklage aus. Die Höchststrafe erscheine in diesem Fall „tat-, schuld, und unrechtsangemessen“, stellte Richter Ulrich Nachtlberger in der Urteilsbegründung fest.

Verteidiger Peter Philipp, der in Richtung Körperverletzung mit tödlichem Ausgang plädiert hatte, legte nach Rücksprache mit seinem Mandanten Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung ein. Das Urteil ist damit nicht rechtskräftig.

Die tote Transsexuelle - die gebürtige Türkin war als in ihrer Heimat Verfolgte im Vorjahr nach Österreich geflüchtet und hatte um Asyl angesucht - war erst fünf Tage nach der Bluttat entdeckt worden, die sich laut Anklage am 19. Jänner zugetragen haben soll.

 

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