Transgender erzählt über Leben im Gemeindebau

Der Kampf war lang und hart, doch Tamara alias Alfred hat es geschafft: Sie wird respektiert. In der ATV-Sendung "Mein Gemeindebau" erzählt sie ihre Geschichte.

"Seit ich sieben Jahre alt bin, wollte ich eine Frau sein", erinnert sich die gebürtige Waldviertlerin, die seit zehn Jahren in einem Meidlinger Gemeindebau wohnt. Doch es dauerte 47 Jahre, bis die gelernte Landschaftsgärtnerin den Schritt wagte: "Seit 1.1. 2017 bin ich offiziell als Frau unterwegs – samt Perücke, Minirock und Stöckelschuhen in Größe 45."

Verheiratet war sie nie, den Richtigen hat sie auch noch nicht gefunden: "Ich steh' auf große Männer, die ehrlich sind und bei denen Aussehen und Benehmen passen", so Tamara, die in einer Pflegefamilie aufgewachsen ist. "Ich habe mich nie getraut, mich zu outen."

Seit sie in Wien wohnt, besucht sie regelmäßig das Café Wienerberg, ein beliebter Treffpunkt des Grätzels: "Ich plaudere mit den Leuten, trinke ein Bier.

Anfangs waren die Reaktionen dort katastrophal. Mittlerweile werde ich akzeptiert, aber das habe ich mir hart erarbeiten müssen." Ernst wird es für Tamara im Mai: "Dann fange ich im AKH mit der Hormontherapie an." Ist diese erfolgreich, steht eine OP an, bei der die 48-Jährige schließlich komplett zur Frau wird: "Ich hab' jetzt meinen Frieden – mehr brauche ich nicht."

>>> "Mein Gemeindebau" - Donnerstag, 21.20 Uhr

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