"Covid-19", "Reproduktionszahl" und "Lockdown": Diese Begriffe haben das vergangene halbe Jahr geprägt – jetzt wurden sie auch in die neue Ausgabe des Duden aufgenommen. Die neue Ausgabe der Sprachbibel, die in Mannheim von Germanisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bearbeitet wird, ist soeben erschienen.
"Coronavirus stand sowieso schon drin", sagte die Leiterin der Duden-Redaktion, Kathrin Kunkel-Razum, der dpa vor dem Erscheinen der 28. Auflage diese Woche. Kunkel-Razum stellte trotz des Einflusses der derzeitigen Pandemie klar: "Es ist jetzt kein Corona-Duden."
Zum ersten Mal findet man im Duden Hinweise zum gendergerechten Sprachgebrauch. Ein Thema, für das es bisher keine Norm gibt. Kunkel-Razum ist auf die Reaktionen zu den neuen drei Seiten gespannt – wohl wissend, dass sie für Diskussionen sorgen können. "Wir legen Wert darauf zu sagen, dass das keine Regel ist, die wir verordnen", betont sie. Das dürfe die Redaktion nicht und wolle sie auch nicht, aber sie erhalte eben sehr viele Anfragen zu dem Thema. Kunkel-Razum sagt, die Redaktion habe sich bemüht, die Probleme und die derzeit vorhandenen Lösungsvarianten zu beschreiben.