Mordfall Manuela (16): Trauermarsch in Neustadt

Am Samstagabend wurde in Wr. Neustadt getrauert: Am Bahnhof versammelten sich viele Trauernde und marschierten in Richtung Hauptplatz. Zwischen 600 und 700 Menschen nahmen teil.
Zwei Veranstaltung sind bzw. waren nach dem Mordfall Manuela in Wr. Neustadt geplant ("Heute" berichtete): Am Samstagabend fand die erste Trauerkundgebung statt, ein Schweigemarsch für die ermordete Manuela (16, "Heute" berichtete). Vom Bahnhof marschierten Hunderte Menschen in Richtung Hauptplatz.

Rechtsextreme bei Trauermarsch

Vor der Veranstaltung wurde befürchtet, dass sich rechtsextreme Gruppierungen dem Gedenken anschließen könnten. Tatsächlich wurde der Marsch von der rechtsextremen Gruppierung "Die Stimme" angeführt. An vorderster Stelle marschierte Markus Ripfl, ein früherer FPÖ-Gemeinderat, der wegen neonazistischer Umtriebe aus der Freiheitlichen Partei ausgeschlossen wurde.

An vorderster Front trugen vier Männer ein Transparent mit der Aufschrift "Wie Viele Noch?". Viele Teilnehmer hatten eine Kerzen in der Hand, welche am Hauptplatz dann abgestellt wurde. Dabei wurde auch eine Verschärfung der Abschiebung von straffälligen Asylwerbern gefordert. Im Anschluss wurden dafür Unterschriften sowie Spenden für die Familie gesammelt. Laut Polizei sei keine politische Botschaft verbreitet worden, alles sei ruhig verlaufen.

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Auch die Polizei war dabei, Exekutivbeamte begleiteten den Trauertross. Rund 80 Polizisten und Diensthunde standen im Einsatz. Überwacht wurde die Veranstaltung auch vom Landesamt für Verfassungsschutz. Die Veranstaltung verlief sehr ruhig und geordnet. Laut ersten Schätzungen waren rund 600 bis 700 Menschen dabei (keine offizielle Zahl).

Für Montagabend ist eine Mahnwache geplant, diese findet direkt im Anton-Wodica-Park statt - dort wo Manuelas Leiche entdeckt wurde. (Lie/hos)

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