Im Kampf um das Conference-League-Finale ist alles offen. Feyenoord schlug Marseille im Heimspiel mit 3:2, José Mourinho und seine AS Roma holten auswärts ein 1:1 bei Premier-League-Klub Leicester City.
Mit ÖFB-Legionär Gernot Trauner als Schaltzentrale in der Abwehr erwischte Feyenoord einen perfekten Start. Cyriel Dessers (18.) und Luis Sinisterra (20.) brachten das De Kuip zum Überkochen - die Holländer führten früh gegen Marseille. Rotterdam fühlte sich ein wenig zu sicher, so schlugen die Franzosen zurück. Bamba Dieng enteilte Trauner und schloss platziert ins kurze Ecke zum 2:1 ab (28.). Marseille legte gleich noch einmal nach: Gerson staubte in der 39. Minute zum 2:2-Pausenstand ab.
Ganz bitter für Marseille: Nur zehn Sekunden nach Wiederankick übersah die Ex-Salzburger Duje Caleta-Car Torjäger Dessers bei einem Rückpass, der Feyenoord-Stürmer stellte unbedrängt auf 3:2. Das war auch der Endstand, weil Marseille keine weiteren Offensiv-Lösungen mehr fand.
Nach einer Viertelstunde klingelte es im Leicester-Tor: Der gebürte Römer Lorenzo Pellegrini setzte im Konter zum Sprint an und überlistete Goalie Kasper Schmeichel mit einem Gurkerl zum 1:0 für die Italiener. Im heimischen King Power Stadium hatten die Engländer zwar mehr den Ball, gegen die tiefstehenden Mourinho-Kicker gab es aber kein Durchkommen.
Der Druck der Foxes nahm in der zweiten Hälfte Überhand, so musste sich Mourinho in der 67. Minute über seine Abwehr ärgern. Harvey Barnes wurde sträflich alleine gelassen, flankte auf Ademola Lookman und der Stürmer traf per Volley zum verdienten 1:1-Ausgleich.