Traurige Spitze: Schon 69 Verkehrstote 2018 in NÖ

Bei einem Unfall im Waldviertel (li.) kam eine junge Frau ums Leben, auf der A1 bei Pressbaum (re.) ein Familienvater.
Bei einem Unfall im Waldviertel (li.) kam eine junge Frau ums Leben, auf der A1 bei Pressbaum (re.) ein Familienvater.Bild: Feuerwehr Wolfsgraben, Feuerwehr Gmünd

Von 1. Jänner bis 31. August kamen auf Niederösterreichs Straßen 69 Menschen ums Leben. Die häufigsten Ursachen: zu hohe Geschwindigkeit und Ablenkung.

Eine Familientragödie auf der Westautobahn bei Pressbaum im Juli (St. Pölten) und eine fatale Kollision eines VW Golf mit der Waldviertelbahn in Gmünd waren nur zwei von zahlreichen Unfällen im Jahr 2018, bei denen jede Hilfe zu spät kam: Von 1. Jänner bis 31. August 2018 kamen allein in Niederösterreich 69 Menschen im Straßenverkehr ums Leben.

Dabei fallen 35 Tote auf Pkw-Unfälle, 14 auf Motorrad-Crashs, acht Mal waren es Radfahrer, sechs Mal Fußgänger und sechs Fälle sind in der Kategorie "Sonstiges", die beispielsweise Unfälle mit Lkw, Traktoren, Quads, Microcars sowie Bussen umfasst, gelistet.

Im Bundesländervergleich ist Niederösterreich damit trauriger Spitzenreiter, gefolgt von Oberösterreich mit 60 und der Steiermark mit 46 Toten.

Raserei, Ablenkung

Im vergangenen Jahr waren es in NÖ im selben Vergleichszeitraum 64, was für das Jahr 2018 einer Steigerung von 7,8 Prozent entspricht.

Verkehrstote 2018 (1.1. bis 31.8.)
Niederösterreich: 69
Oberösterreich: 60
Steiermark: 46
Tirol: 27
Salzburg: 23
Kärnten: 20
Vorarlberg: 12
Wien: 11
Burgenland: 6

Allein im Juli und August starben 16 Menschen auf den nö. Straßen. "Das schöne Wetter lockte seit dem Frühjahr viele Motorradfahrende auf die Straße, leider kam es dabei auch zu zahlreichen folgenschweren Unfällen", so ÖAMTC-Verkehrsexperte David Nosé.

Die häufigsten Ursachen: zu hohe Geschwindigkeit und Ablenkung, aber auch Alkohol.

ÖAMTC rät zu defensiver Fahrweise

Der ÖAMTC rät zu einer "vorsichtigen und defensiven" Fahrweise. "Gerade im Herbst lauern Gefahren wie vermehrter Wildwechsel, tiefstehende Sonne, Nebel oder laubverschmierte Fahrbahnen", so der Mobilitätsclub in einer Aussendung. (nit)

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