Ein Trend geht um: Die Polizei von Manchester (GB) gibt der Öffentlichkeit seit neuestem detailiert Einblick in ihre Einsätze. Als Medium dient der Kurznachrichtendienst Twitter.
Sinkendes Budget bei steigender Arbeitsbelastung macht schlechtere Aufklärungsquoten, was dann wieder zu geringerem Ansehen in der Bevölkerung führt - die Polizei im Großraum Manchester steckt im Dilemma. Den Ausweg suchen die Beamten rund um Polizei-Chef Peter Fahy im Web 2.0. Via Twitter geben die Cops Einblicke in ihre Arbeit(sofern laufende Ermittlungen nicht gestört werden).
Mehr als 20.000 Follower hat die "Greater Manchester Police" bereits. Allein gestern wurden mehr als 3000 Tweets (Nachrichten) zu aktuellen Fällen abgeben. Ein kleiner Auszug aus dem Polizei-Alltag: "Taxi-Fahrer streiten in Rochdale", "Polizei führt Kontrollen am Flughafen durch" oder "18-Jähriger in Longsight als vermisst gemeldet".
Die Nordengländer sind keineswegs die einzige Polizeibehörde, die den Kurznachrichten-Dienst nutzt. Die Sicherheitsbehörden von Boston informieren die Bevölkerung über die neuesten Geschehnisse in Sachen Kriminalität. In Berlin können sich User ebenfalls ein twitterschnelles Bild der Sicherheitslage machen.
Auch in Österreich gibt es Beispiele behördlicher Web-2.0-Nutzung: Das Bundeskriminalamt gibt über Facebook Sicherheitstipps.