Triebschnee! Jetzt Lawinengefahr 4

Bild: UNBEKANNT (dpa)
Mehr Schnee zum Wochenbeginn, aber dann kommt die Sonne. Bereits ab Dienstag erwarten die Experten der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) Hochdruckeinfluss und steigende Temperaturen. Empfindlich kalt bleiben die Nächte. In Niederösterreich und Tirol wurde die Lawinenwarnstufe auf 4 hochgesetzt.
Die Details:

Eine Störungszone bringt am Montag an der Alpennordseite vom Tiroler Unterland bis zum Burgenland und generell im Osten teils kräftigen Schneefall, besonders am Nachmittag. Ganz im Westen und im Süden schneit es kaum und es gibt immer wieder ein paar Auflockerungen. In der Nacht geht der Schneefall in den Niederungen in Regen über. Die Temperaturen steigen von Frühwerten zwischen minus acht und minus ein Grad auf Höchstwerte von minus zwei bis plus drei Grad.

Lawinengefahr - Teilweise Stufe 4 in NÖ und Tirol

Neuschnee und orkanartiger Sturm haben dazu geführt, dass am Montag in Niederösterreich in den Ybbstaler Alpen und im Rax-Schneeberggebiet große Lawinengefahr (Stufe 4) herrschte. In den Türnitzer Alpen galt erhebliche (Stufe 3), in den Gutensteiner Alpen und im Wechselgebiet mäßige Gefahr (Stufe 2).

Die Lawinengefahr hat sich auch in Tirol nochmals verschärft. Gebietswiese herrschte am Montag Stufe "4" der fünfteiligen Gefahrenskala, teilten die Experten mit. Dafür sei die Kombination aus "arktisch tiefen Temperaturen, lockerem Neuschnee und stürmischem Wind" verantwortlich.

Triebschnee

Die Auslösung von Schneebrettern sei "an vielen Steilhängen schon bei geringer Zusatzbelastung wahrscheinlich", teilte der Lawinenwarndienst NÖ mit. Die Gefahrenstellen könnten bis in tiefer gelegene Waldzonen reichen. Der Warndienst verwies vor allem auf die Triebschneeproblematik, die auch am Dienstag erhalten bleibe. Mit der prognostizierten Erwärmung würden spontane Auslösungen mittlerer, vereinzelt sogar größerer Lawinen erwartet.

Am Dienstag setzt sich von Westen her mit Hochdruckeinfluss auch recht sonniges Wetter durch. Auch im Süden wird es generell recht freundlich, allerdings gibt es hier stellenweise zähen Nebel oder Hochnebel. Von Salzburg ostwärts gibt es einige Restwolken, die sich erst im Lauf des Tages langsam auflösen und es kann auch noch leicht regnen oder schneien. Die Schneefallgrenze steigt nach und nach auf 500 bis 700 Meter Seehöhe. Bei mäßigem Wind hat es in der Früh zwischen minus acht und plus drei Grad, tagsüber ein bis acht Grad.

Am Mittwoch sorgt hoher Luftdruck in weiten Teilen des Landes für strahlenden Sonnenschein. In inneralpinen Tälern sowie im Bereich der Donau und nördlich davon hält sich zu Beginn aber auch etwas Nebel oder Hochnebel. Hier setzt sich die Sonne erst tagsüber durch. Strenger Morgenfrost ist teilweise bei Frühtemperaturen zwischen minus zehn und null Grad zu erwarten, die Tageshöchsttemperaturen kommen auf zwei bis neun Grad.

Auch der Donnerstag wird schön, allerdings steigt vor allem über dem östlichen Flachland die Neigung zu beständigem Hochnebel deutlich. Der Wind weht meist nur schwach, lediglich am Alpenostrand bläst mäßiger Südostwind. Die Frühtemperaturen liegen bei minus zehn bis null Grad und steigen tagsüber auf drei bis zehn Grad an. In Nebelzonen kommt man aber kaum über null Grad hinaus.

Ähnlich der Freitag: Im Donauraum sowie generell im östlichen und südöstlichen Flachland ist die Neigung zu hartnäckigem Hochnebel hoch, sonst scheint die Sonne. Es ist bei Frühwerten von minus zehn bis null und Tageshöchstwerten von null bis zehn Grad - je nach Sonne und Nebel - nur schwach windig.
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