Wenn das Wasser in einer Gemeinde oder einem Stadtteil mit Bakterien und Keimen verunreinigt ist, handelt es sich normalerweise um kein langwieriges Problem. Für gewöhnlich ist die Ursache schnell gefunden, nach wenigen Tagen bereinigt und alles wieder beim Alten.
Nicht so in Sierndorf, dort wurde die Ausnahme zum Dauerzustand. Seit November müssen die Bewohner ihr Wasser abkochen, viele sind schon verärgert. Doch seitens der Gemeinde ist man relativ machtlos. "Das so lange dauert, hätte ich mir auch nicht gedacht", gibt Bürgermeister Gottfried Muck (ÖVP) gegenüber dem "ORF NÖ" etwas verzweifelt zu.
Bereits zwei Mal hatte man das Wasser schon mit Chlor versetzt, bislang ohne Erfolg. Am Montag nahm die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) zehn Wasserproben im gesamten Gemeindegebiet. Eine aus einem der vier Hochbehälter fiel immer noch positiv aus.
Deshalb soll jetzt ein drittes Mal Chlor zum Einsatz kommen, im Frühjahr will man das Wassernetz und die Hochbehälter einer Revision unterziehen. Danach sollte das Wasser dann auch in Sierndorf wieder keimfrei fließen.