Zuerst Burger und Pommes, dann ein ordentliches Schockerlebnis für drei junge Niederösterreicher: Gegen 17 Uhr saßen zwei Mädchen (15) mit einem Freund (18) in einem McDonald's-Restaurant im Bezirk Scheibbs als sie von drei fremden jungen Männern (20, 18, 18) angesprochen wurden. Für den Flirt hatte das Trio aber offenbar den falschen Ton angeschlagen, es entwickelte sich ein Streit.
Den Mädchen reichte es schließlich und sie verließen mit dem Freund den Fast-Food-Tempel, machten sich mit dem Auto auf den Weg in Richtung Wieselburg. Doch die drei jungen Männer waren offenbar in ihrem Ego gekränkt, setzten sich ebenfalls ins Auto und fuhren hinterher.
In Gumprechtsfelden überholten die Scharmbolzen dann und zwangen den 18-Jährigen zum Anhalten. Danach liefen sie zum Auto und bedrohten die Mädchen und ihren Fahrer mit einer Faustfauerwaffe. Nach einem kurzen Drohgespräch fuhren die Beschuldigten wieder davon. Die Bedrohten erstatteten direkt danach Anzeige bei der Polizei, hatten sich auch das Kennzeichen gemerkt.
Aufgrund des bekannten Kennzeichens konnten die Beschuldigten von der Polizei sehr rasch ausgeforscht werden. Alle drei wurden aufgrund des Anzeigensachverhalt (Schusswaffe) unter Einhaltung einsatztaktischen Vorgehens festgenommen. Sie leugneten zuerst, gestanden dann aber doch. Die Waffe, eine Gasdruckpistole, konnte sichergestellt werden. Die Staatsanwaltschaft ordnete nach Abschluss der Erhebungen die Abgabe in den Arrest an, die drei wurden in die Justizanstalt St.Pölten überstellt.
Seitens der Polizei ist man über den schnellen Fahndungserfolg erfreut: "Aufgrund des raschen und professionellen Einschreitens der Polizei konnten gestern drei Jugendliche nach einer Bedrohung mit einer Faustfeuerwaffe, welche sich in Anschluss einer Nachfahrt ereignete, sehr rasch geklärt werden. Weiters konnte die vorerst leugnenden Beschuldigten aufgrund der gut geführten Erhebungen zu einem Geständnis gebracht werden", so Bezirkspolizeikommandant Thomas Heinreichsberger.