Trio brach erst in Autos, dann in Wohnungen ein

Ungewöhnliche Methode: Drei Männer sollen in Fahrzeuge eingebrochen sein und Hausschlüssel gestohlen haben. Mit diesen gingen sie dann auf Diebestour.

Die zwei Serben (46 und 48 Jahre) und der Bosnier (52 Jahre) brachen in Autos ein, ohne dabei Spuren zu hinterlassen. Laut Polizei verwendeten sie dabei einen Störsender und spezielles Einbruchswerkzeug.

In den Fahrzeugen befanden sich Hausschlüssel und Hinweise zu den Wohnadressen der jeweiligen Opfer. Nachdem die Verdächtigen in die einzelnen Wohnungen und Häuser eingebrochen waren, legten sie die Schlüssel wieder brav in die Pkw zurück.

Alarmanlage per Handsender deaktiviert

Die Sache flog auf, als die Alarmanlage eines der Opfer in Döbling per Handsender deaktiviert worden war, obwohl sich die Frau zu diesem Zeitpunkt bei einer Veranstaltung im 16. Bezirk befand.

Nach umfangreichen Ermittlungen gelang es Beamten des Landeskriminalamtes, Außenstelle West (Gruppe Huber), mit Unterstützung der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS), die drei Verdächtigen auszuforschen. Sie wurden am 10. Oktober, kurz nach einem Einbruch in Döbling, festgenommen. In den Wohnungen der Männer konnten die Polizisten Einbruchswerkzeug und Diebesgut sicherstellen.

Sechs Einbrüche nachgewiesen

Die Ermittler können dem Trio derzeit sechs Einbrüche in den Bezirken Penzing, Ottakring, Hernals und Döbling nachweisen. Die Schadenssumme beläuft sich auf mehr als 135.000 Euro, hauptsächlich wurden Bargeld und Schmuck gestohlen. Die Beschuldigten sind teilweise geständig und befinden sich derzeit in Untersuchungshaft in der Justizanstalt Josefstadt. (cz)

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