Trio im Drogenrausch: Zwei Auto-Klaus und Brand

Was wieder einmal klingt, wie ein Burgenländerwitz, passierte am Dienstag im Bezirk Oberpullendorf (Mittelburgenland) wirklich. Ein geschiedenens Pärchen und ein Freund ruinierten ihr Auto, stahlen danach zwei weitere, fackelten eines ab und steckten auch gleich noch eine Scheune in Brand. Dabei waren sie laut Polizei mit Drogen zugedröhnt. Danach liefen sie der Polizei in die Arme.

Der Mann (33) und die Frau (40) sind geschieden, waren aber am Dienstag mit einem gemeinsamen Freund (22) in ihrem Auto unterwegs. Bei Hammerteich crashten sie ihr Auto und konnten nicht mehr weiterfahren. Anstatt den Wagen flott zu machen oder einen Abschleppdienst zu rufen, gingen die drei nach Oberpullendorf, um sich dort ein neues Auto zu stehlen. Das Trio knackte ein Mopedauto, brachte es aber nicht zum Laufen. Dann wandten sie sich dem nächsten Fahrzeug, einem Klein-Lkw, zu. Der Transporter stand unversperrt herum, die Schlüssel lagen im Wagen.

Drittes Auto blieb stecken

Die drei Freunde brausten mit dem neuen fahrbaren Untersatz durch Hochstraß und blieben dort prompt neben einer Scheune im lockeren Erdreich stecken. Das dritte Auto des Tages wollte das Trio nicht zurücklassen, hatte aber auch kein Werkzeug dabei. Deshalb brachen die Drei zwei Scheunen auf, weil sie hofften, dort etwas zu finden, um das Auto wieder flott zu machen.

Reparatur endete mit Brand

Wie genau das Trio das schaffte, ist noch unklar, aber beim Versuch, das Auto aus der Erde zu bekommen, setzten sie es stattdessen in Brand. Die Flammen griffen auch gleich auf die Scheune über. Das um 4.15 Uhr weithin leuchtende Feuer alarmierte die Feuerwehr und die Polizei. Schon am Weg zum Brandort fiel den Beamten das Trio auf. Die beiden Männer und die Frau erzählten den Beamten, dass sie einen Verkehrsunfall gehabt hätten und nun auf dem Heimweg seien.

Schuhabdrücke überführte Trio

Stunden später sicherten die Polizisten die Spuren bei dem inzwischen gelöschten Brand. In den Abendstunden wurde auch das Trio überprüft. Überführt wurden die Autoknacker durch ihre Schuhabdrücke, die sie bei der Scheune zurückließen. Noch sind die Täter nicht geständig, wurden aber auf freiem Fuß angezeigt. Die Polizei will weiter ermitteln, konnte das vorerst aber nicht tun, da "dies aufgrund von übermäßigem Suchtgiftkonsum vorerst nicht möglich war".

Die Bilanz dieses Tages: Ein Unfall, ein aufgebrochenes Mopedauto, ein abgefackelter Transporter und eine abefackelte Scheune. Der Schaden bewegt sich im unteren fünfstelligen Eurobereich.

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