Österreich

Trio zweigte 300.000 Euro aus Zeitungskassen ab

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:11

Drei Mitarbeiter eines Medienunternehmens, die für die Entleerung der Zeitungskassen in ganz Westösterreich tätig waren, dürften über Jahre hinweg Münzgeld in der Höhe von mindestens 300.000 Euro gestohlen haben. Die beiden Männer und eine Frau wurden fristlos entlassen und werden angezeigt.

Drei Mitarbeiter eines Medienunternehmens, die für die Entleerung der Zeitungskassen in ganz Westösterreich tätig waren, dürften über Jahre hinweg Münzgeld in der Höhe von mindestens 300.000 Euro gestohlen haben. Die beiden Männer und eine Frau wurden fristlos entlassen und werden angezeigt.

Die zwei Männer, 24 und 54 Jahre alt, und ihre 42-jährige Kollegin bekamen die Kassen nach dem Wochenende angeliefert. Ihre Aufgabe war, diese zu öffnen, das Geld zu zählen und die Einnahmen abzuführen. Dabei steckte das Trio einen erheblichen Teil des Geldes in die eigene Tasche. Die Mitarbeiter versteckten die Münzen in Stoffsäcken und schmuggelten so die Beute aus dem Haus.

Frau versteckte Münzen in der Unterwäsche

Nach wiederholten Unregelmäßigkeiten bei der Abrechnung schöpfte der Arbeitgeber Verdacht und zeigte die Mitarbeiter im Februar 2014 an. Die 42-jährige Salzburgerin tappte eines Tages beim Verlassen des Arbeitsplatzes in die Falle - Polizisten fanden in ihrem Auto Münzgeld in der Höhe von über 5.000 Euro. 800 Euro hatte die Frau in einem Stoffsack in ihrer Unterwäsche versteckt.

Auch im Auto eines ihrer Kollegen wurde Geld gefunden. Bei Hausdurchsuchungen bei den Verdächtigen stießen die Polizisten in der Folge auf über 50.000 Euro Münzgeld. Die Diebe wurden daraufhin festgenommen. Alle drei zeigten sich geständig und gaben an, unabhängig voneinander operiert zu haben. Jeder wusste aber von den Diebstählen des anderen.

Geldnot trieb Trio zu Diebstählen

Polizeisprecherin Eva Wenzl konnte noch nicht sagen, wann es zum ersten Mal zu Diebstählen kam. Die Angestellten wurden fristlos entlassen und wegen Verdachts des schweren gewerbsmäßigen Diebstahls angezeigt. Als Motiv nannten sie Geldnot, sie haben die Beute zur Aufbesserung ihres Einkommens und für das tägliche Leben verwendet.

Der 24-jährige Täter kaufte sich um das erbeutete Geld etwa Möbel, Kleidung und Elektrogeräte - und seine Eheringe. Sein 54-jähriger Komplize - er arbeitete am längsten von den Dreien im Unternehmen - finanzierte sich mit den Diebstählen im Jahr 2009 etwa ein Auto um 14.000 Euro. Er bezahlte damals in bar.

Mittäter wechselte gestohlenes Münzgeld

Zugleich konnte die Polizei auch einen 53-jährigen Mittäter ausforschen: Der Mann wechselte über Jahre hinweg das gestohlene Münzgeld für den 54-Jährigen bei verschiedenen Banken im Stadtgebiet. Im Gegenzug erhielt er als Belohnung etwa alkoholische Getränke oder Bargeld bei verschiedenen Banken im Stadtgebiet.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen