6.200 Gegenstände warten im Linzer Fundbüro auf ihren rechtmäßigen Besitzer. Zu den "Highlights" zählen eine Trommel sowie eine Baby-Badewanne.
Ob Schlüssel, Handys oder Kleidungsstücke – knapp 6.200 Gegenstände warten derzeit im Linzer Fundbüro darauf, wieder abgeholt zu werden.
Neben den Klassikern finden sich auch immer wieder einige Kuriositäten in den Regalen.
So haben ehrliche Finder heuer bereits eine große Trommel, die jemand im Bus liegen gelassen hatte, und eine Babybadewanne abgegeben.
Diese vermisst aber offenbar keiner, denn sie liegen schon sechs Monaten im Fundbüro. "Die Trommel wurde in einem Plastiksackerl abgegeben. Ich kann mir nicht erklären, dass die niemandem abgeht", rätselt Fundbüro-Mitarbeiterin Katrin Weilguny (37).
Die bisherigen Highlights unter den Fundstücken waren übrigens eine Schiffsschraube, ein Kanu, eine Drohne, ein Rollstuhl und ein lebensgroßer Plastiktiger.
Insgesamt 4.000 Oberösterreicher haben sich im Jahr 2018 darüber gefreut, ihre verlorenen Sachen wieder zurückbekommen zu haben.
Am wenigsten vermisst werden offenbar die eigenen Schlüssel. Denn gerade einmal ein Drittel davon wird auch abgeholt. Derzeit lagern rund 800 Schlüssel und Schlüsselbunde im Fundbüro. Ist der Besitzer auch nach einem Jahr noch nicht aufgetaucht, müssen sie vernichtet werden.
Auch für alle anderen Gegenstände hat das lange Warten nach zwölf Monaten ein Ende. Dann bekommt sie der Finder oder sie werden zu Flohmarktpreisen verkauft. "Nur die Fahrräder werden versteigert. Manchen Dinge werden von uns auch gespendet", so Weilguny.
Übrigens: Um künftig das "Schlüssel-Kontingent" im Fundbüro zu reduzieren, bietet die Stadt Linz künftig einen Schlüsselfundservice mit registrierten Anhängern an. Preis: drei Euro.
(mip)