Österreich

Trophäen und Waffen des Wilderers bringen Fragen

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:53

Im Bunker des mutmaßlichen Vierfach-Mörders Alois H. hat die Polizei am Mittwoch rund 100 Langwaffen, zahlreiche Faustfeuerwaffen samt Munition, Jagdzubehör und unzählige Trophäen entdeckt. Diese Funde werfen die Frage auf, ob der 55-Jährige nicht noch mehr Verbrechen begangen haben könnte. Unter anderem schreibt der "Kurier", dass der Täter auch für die Tötung der Ötscherbären verantwortlich sei, doch die Polizei dementiert dieses Gerücht. Die Untersuchung werde einige Wochen in Anspruch nehmen.

hat die Polizei am Mittwoch rund 100 Langwaffen, zahlreiche Faustfeuerwaffen samt Munition, Jagdzubehör und unzählige Trophäen entdeckt. Diese Funde werfen die Frage auf, ob der 55-Jährige nicht noch mehr Verbrechen begangen haben könnte. Unter anderem schreibt der "Kurier", dass der Täter auch für die Tötung der Ötscherbären verantwortlich sei, doch die Polizei dementiert dieses Gerücht. Die Untersuchung werde einige Wochen in Anspruch nehmen.

Der niederösterreichische Polizeisprecher Johann Baumschlager meinte lediglich, dass "nach allen Seiten hin ermittelt wird", gleichzeitig steht der Transportunternehmer laut einer Aussendung im Verdacht, "zurückliegende Einbrüche in Zusammenhang mit Diebstählen von Jagdwaffen und –zubehör, eine Vielzahl von Wildererangriffen sowie den tätlichen Angriff auf einen Jäger in Matzleinsdorf begangen zu haben". Die Zuordnung der Vielzahl an vorgefundenen Waffen, gestohlener Gegenstände und Trophäen zu einzelnen ungeklärten Straftaten sei im Gange.

Mitglied der "Halali-Bande"?

Der "Kurier" schrieb in seiner Donnerstagsausgabe von einem möglichen Zusammenhang mit den Taten der sogenannten Halali-Bande. In Niederösterreich gebe es "acht ungeklärte Fälle von angezündeten Jagdhäusern mit einem Schaden von acht bis zehn Millionen Euro", bei denen es eine Verbindung zu Alois H. geben könnte. Aus den Gebäuden wurden vor den Brandstiftungen jeweils Jagdgewehre und Trophäen entwendet.

Gegenstände dieser Art fand man auch im Bunker von Alois H. Genannt wurden als besonders spektakuläre Taten, die der "Halali-Bande" zugerechnet werden, der Brand eines Jagdschlosses im Steinbachtal bei Göstling (Bezirk Scheibbs) im Winter 2002 und eine niedergebrannte Jagdvilla im Oktober 2004 in Gutenstein bei Wiener Neustadt.

Ötscherbären getötet?

Der 55-jährige könnte auch für das Verschwinden der Ötscher-Bären mitverantwortlich sein, so die Tageszeitung "Kurier". Im Keller seines Wohnhauses in Großpriel hätten sich entsprechende Spuren gefunden. Doch die Polizei dementiert und meint: "Das ist ein völliger Blödsinn".

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