Niederösterreich

Trotz Annäherungsverbotes! Mann will Ex in Spital töten

Hilflos war eine 41-jährige Küchenangestellte ihrem Ex (43) ausgeliefert. Denn trotz zahlreicher BH-Verbote soll er sie im Spital attackiert haben.
26.06.2022, 12:19

Trotz aufrechten Betretungs- und Annäherungsverbotes durch die Melker Behörden war ein amtsbekannter 43-Jähriger Samstagmittag ins Landesklinikum Melk spaziert und soll seiner Frau, die in der Spitalsküche arbeitet, aufgelauert haben (es gilt die Unschuldsvermutung). 

Der mehrfach Vorbestrafte, der ein Annäherungs- und Betretungsverbot hat, soll auf die 41-jährige Georgierin mit einem Messer eingestochen haben. Die Frau erlitt Verletzungen am Hals und am Kopf. Anschließend flüchtete der Mann nach Kilb (Melk) und warf das Messer weg - mehr dazu hier.

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Die mehrfache Mutter erlitt einen rund sechs Zentimeter langen und einen Zentimeter tiefen Schnitt im linken Halsbereich, Schnittverletzungen im Bereich des linken Ohres und Auges sowie Blessuren am rechten Unterarm vom Abwehren der Attacke. Die Frau wurde nach ambulanter Behandlung auf der Polizeiinspektion Melk vernommen. Sie gab an, dass ihr Ex-Mann sie bereits auf dem Weg zu ihrer Arbeitsstelle mit dem Pkw verfolgt habe. Im Landesklinikum Melk kam es dann zum Messerangriff. 

Videoaufzeichnung

Gut zwei Stunden nach dem Messerangriff konnte der Verdächtige im Bezirk Melk festgenommen werden. Vom Messer fehlte anfangs jede Spur. Der 43-jährige Georgier sprach nur von einer Aussprache bezüglich der Kinder und einem Streit.

Doch die Videoaufzeichnungen aus dem Melker Spital sollen den Angriff eindeutig zeigen. Dem Mann wurde Blut abgenommen und er wurde in die Justizanstalt St. Pölten eingeliefert. Die Ermittlungen wegen versuchten Mordes laufen. Mittlerweile konnte die Exekutive auch die mutmaßliche Tatwaffe sicherstellen. "Sie lag in der Nähe des Festnahmeortes", so Chefinspektor Johann Baumschlager von der Landespolizeidirektion NÖ.