Trotz Corona – keine Urlaubssperren in Kliniken geplant

Das Spital in St. Pölten
Das Spital in St. PöltenHeute
Trotz hoher Fallzahlen seien derzeit keine Urlaubssperren in den nö. Spitälern geplant, heißt es seitens der Landesgesundheitsagentur.

Die nächste Welle der Corona-Pandemie rollt, und das erstmals im Sommer. Nach den Infektionszahlen steigen mittlerweile auch jene der mit Covid-19 hospitalisierten Patienten. Beratungsgremium Gecko hält einen Spitalsbelag von 2.500 bis 4.000 Patienten auf dem Peak der Welle für möglich. Das würde die Krankenhäuser sehr wahrscheinlich mitten in der Ferien- und Urlaubszeit treffen. Die APA hat in den Bundesländern nachgefragt, wie sich die Spitäler auf die Welle vorbereiten.

Steigende Belegszahlen

Mit Sorge sieht der Wiener Gesundheitsverbund auf die Infektionszahlen und registriert bereits steigende Belagszahlen insbesondere, wie für die Omikron-Phase bis dato charakteristisch, im Bereich der Normalstationen. Am 1. Juli (Stand: 11.00 Uhr) wurden auf Intensivstationen 14 Personen mit Covid-19 und weitere 14 mit Post-Covid behandelt, auf den Normalstationen waren es 142 und weitere 15, die aufgrund von Covid-19 behandelt werden, aber nicht länger positiv sind.

Auch beim Personal ist die derzeitige Infektionswelle mit Erkrankungsfällen spürbar, berichtete der Gesundheitsverbund. Zur Vermeidung und Reduktion von Infektionen in Klinik-Umfeld werden die internen Sicherheitsvorkehrungen laufend adaptiert, beispielsweise durch konsequentes Tragen der FFP2-Maske auf dem Klinik-Gelände, engmaschige PCR-Testungen oder Anpassungen der Regeln für Besuchende.

"Wir planen unsere Covid-Kapazitäten auch weiterhin auf Basis unseres bewährten achtstufigen Covid-Versorgungsplans, der es uns erlaubt, die benötigten Ressourcen zur Verfügung zu stellen", hieß es weiter. Urlaubssperren oder Ähnliches sei nicht geplant, aber wie in der gesamten bisherigen Pandemie müssen die Situation entlang des Infektionsgeschehens laufend neu bewertet werden.

"Wichtig, dass sich Personal erholen kann"

"Urlaubssperren oder Ähnliches" wird es auch in Niederösterreichs Spitälern im Sommer nicht geben, hieß es auf APA-Anfrage seitens der Landesgesundheitsagentur (LGA). "Es ist wichtig, dass sich unser Personal auch wieder einmal erholen kann", ergänzte Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP). Zuletzt sei bereits ein moderater Anstieg bei den an Covid erkrankten Patienten (Gesamtzahl am Freitag: 201) verzeichnet worden.

Hingewiesen wurde seitens der LGA darauf, dass der Großteil dieser Personen mit und nicht durch Corona in den Kliniken sei, also aufgrund von Unfällen oder anderen Erkrankungen ohnehin im Spital liegen würde. Dienstverhinderungen bei den Mitarbeitern würden sich aktuell in Grenzen halten.

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