Die Mostviertler Familie hatte in Osttirol Urlaub gemacht, dabei wie üblich zum Essen einen Tisch im zum Hotel zugehörigen Restaurant zugewiesen bekommen. Nun wurde aber eine Tischnachbarin positiv auf das Coronavirus getestet, die Familie aus dem Mostviertel musste in Folge auf dem Hotelzimmer ausharren. Die Tests verliefen negativ, dennoch soll die Familie aufgefordert worden sein, sofort nach Hause zu fahren und sich zehn Tage in Quarantäne zu begeben.
Der örtliche Tourismusverband war davon genauso überrascht wie die vierköpfige Familie, wie der "Standard" berichtet. Zwar sei wohl in dem Fall der Familie der Einmeterabstand eingehalten worden, dieser gilt laut Gesundheitsministerium aber nicht beim Contact-Tracing. So gilt man hierbei "als Kontaktperson, wenn der Abstand weniger als zwei Meter zu der infizierten Person beträgt und man 15 Minuten oder länger so nahe dran war", heißt es laut "Standard".
Sich unverschuldet für zehn Tage in Quarantäne begeben zu müssen und das trotz eines negativen Tests: Der Fall sorgt naturgemäß für Unruhe in der Tourismusbranche, aber auch bei Arbeitgebern und Arbeitnehmern.