Aufregung unter den Beschäftigten am Borealis-Standort in Linz! Obwohl das Unternehmen im ersten Halbjahr einen Gewinn von 146 Millionen Euro eingefahren hat, sollen nun 100 Stellen abgebaut und jährlich bis zu 45 Millionen eingespart werden. Das ist fürchterlich für die Belegschaft, schlägt der Betriebsrat Alarm.
Erst im August hatte die Leitung der Borealis Agrolinz Melamine GmbH die Top-Halbjahreszahlen vorgelegt und die Modernisierung des Standorts Linz im Umfang von 145 Millionen bekräftigt. Im Gegenzug wurde der Belegschaft ein scharfes Sparprogramm mit bis zu 45 Millionen Euro jährlich verordnet. 100 der 800 Jobs sollen gestrichen werden. Die dadurch für die verbleibende Belegschaft entstehende Mehrarbeit soll jedoch nicht bezahlt werden, kritisiert Christian Kempinger, Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrats.
Noch bis Jahresende verhandelt er mit der Konzernführung über einen Kompromiss. Mit den Vorgaben wurden Grenzen überschritten. Die Vorschläge lassen jegliches Gefühl für die Menschen vermissen, stellt Kempinger jedoch klar.