Seit Tagen gibt es Wirbel um die FPÖ-Plakate, die Grünen forderten jetzt, dass sie abgehängt werden sollen. Doch heute im Stadtsenat die Entscheidung: Sie bleiben!
Die Sommerkampagne der Linzer FPÖ ist seit Tagen Thema in der Landeshauptstadt. Denn: Die Plakate (55 Stück wurden aufgehängt) zeigen ein Bikini-Girl mit sehenswerter Oberweite (übrigens die der Vize-Miss-OÖ) – und dem Slogan "Stolz auf Linz". Dazu das Wappen der Stadt.
Und genau wegen dem Wappen forderte heute im Linzer Stadtsenat die Linzer Grünen-Chefin Eva Schobesberger, dass die FPÖ die Plakate wieder abhängen soll. Denn: Durch das offizielle Wappen der Stadt entstehe der Eindruck, dass es sich um eine Kampagne von Linz handle. Und das Ansehen der Stadt würde dadurch Schaden nehmen (übrigens: ihr eigenes Logo hat die FPÖ nicht auf die Plakate drucken lassen).
Sie hoffte auf Unterstützung von Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ), der ebenfalls der Meinung ist, dass die "Plakate peinlich für Linz sind". Allerdings: Luger habe zwar – wie "Heute" erfuhr – in der Stadtsenatssitzung darum gebeten, dass die FPÖ zumindest noch ihr eigenes Logo auf die Plakate klebt. Allerdings wurde schnell von FPÖ-Stadtrat Markus Hein signalisiert, dass man das nicht machen werde.
Somit bleibt's dabei: Der FPÖ-Busen darf weiter hängen bleiben.
Der Linzer FPÖ-Chef und Stadt-Vize Detlef Wimmer (der übrigens bei der Sitzung nicht dabei war) reagierte prompt mit einer schriftlichen Stellungnahme dazu: "Die Grünen wollten uns anpatzen, haben dadurch aber unsere Sommerkampagne erst zu einem richtigen Erfolg gemacht." Er könne nur "milde schmunzeln", meint er süffisant.
Auch Grünen-Stadträtin Eva Schobesberger kam kurz darauf mit einer Aussendung – und greift darin Bürgermeister Klaus Luger an: "Der Bürgermeister knickte wenig überraschend vor der FPÖ ein." Er hätte nämlich der FPÖ verbieten können, das Wappen für die Plakate zu nutzen. Dann hätten die Plakate entweder abgehängt oder das Wappen überklebt werden müssen.
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