Für rund eine Stunde herrschte am Donnerstag Aufregung beim Frequency, als das Unwetter, das in Österreich drei Menschenleben forderte, auf St. Pölten zusteuerte. Die Bühnen wurden wie berichtet evakuiert, am Ende rauschten Wind und Hagel aber nur wenige Minuten durch das Gelände beim VAZ.
Sowohl Polizei als auch Rotes Kreuz bilanzieren gelassen. Die Räumung des Geländes ging problemlos vonstatten, dem Roten Kreuz entstand nur marginal mehr Arbeit durch das Unwetter. Die zu befürchtenden schweren Folgen blieben am Festival also aus.
Bis Freitagvormittag wurden am Frequency knapp 700 Menschen vom Roten Kreuz versorgt. Meistens handelte es sich um Schnitt- oder Schürfwunden, die in den vergangenen Jahren oft problematischen Insektenstiche gingen heuer zurück. Rund 30 Personen mussten ins Spital zur weiteren Behandlung gebracht werden. Insgesamt sind heuer 500 Rotkreuz-Mitarbeiter beim Frequency im Einsatz.
Für die Polizei lief der Donnerstag ebenfalls wenig aufregend. Tiefpunkt war ein junger Mann, der einen Polizisten mit einem Verkehrsschild attackiert haben soll. Es gab einige Festnahmen.
Am Freitag war das Wetter bislang unbeständig und schwül. Ein bisschen Regen war bei den hohen Temperaturen für viele eine willkommene Abkühlung. Die Besucher erwartet wohl die nächste Tropennacht. Wenn, dann soll die Temperatur laut Prognose nur minimal unter 20 Grad fallen. Für ein Festival eigentlich ideal. Zu den Highlights auf den Bühnen zählen am Freitag AnnenMayKantereit, Rapper Apache 207 und das DJ-Duo Vini Vici.