Bewegende Geste in schweren Stunden: Während König Harald V. (89) mit ernstem Gesundheitszustand im Spital liegt, soll ausgerechnet Marius Borg Høiby (29) an sein Krankenbett geeilt sein, obwohl der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (53) eigentlich in Untersuchungshaft sitzt.
Høiby, der Stiefsohn von Thronfolger Kronprinz Haakon (53), verbüßt seine U-Haft seit Mitte Juli mit einer elektronischen Fußfessel auf dem königlichen Anwesen Skaugum. Verlassen darf er die ihm zugewiesene Zone nur mit ausdrücklicher Genehmigung.
Genau hier greift eine Ausnahme: Ein Gericht hatte festgelegt, dass Høiby seinen Bereich unter anderem für "Krankenbesuche bei seiner eigenen Familie" verlassen darf. Ein Besuch beim schwer kranken König wäre davon gedeckt. Pro Tag stehen ihm dafür allerdings nur wenige Stunden Ausgang zu.
Für die norwegischen Royals sind es ohnehin bange Tage. Haralds Zustand gilt laut Palast als "sehr ernst", Königin Sonja (89) und Kronprinz Haakon sagten alle Termine ab, um bei dem Monarchen zu sein.
Høiby war im Juni unter anderem wegen Vergewaltigung zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Weil er gegen das Urteil Berufung einlegte, ist es nicht rechtskräftig, es gilt die Unschuldsvermutung.