Fussball

Norweger in Quarantäne, wollen aber gegen ÖFB spielen

Österreich sperrt zu! Der harte Lockdown kommt ab Dienstag - das Länderspiel gegen Norwegen wackelt, die Spieler dürfen nicht nach Wien reisen.
Phillip Platzer
14.11.2020, 15:50

Norwegischen Medienberichten zufolge befinden sich die skandinavischen Fußballer in einer zehntägigen Quarantäne. Zuvor war Rechtsverteidiger Omar Elabdellaoui am Donnerstag positiv getestet worden. Sämtliche Teamspieler und Betreuer wurden deshalb als Kontaktpersonen eingestuft, unter Quarantäne gestellt. Das änderten auch die negativen Tests am Freitag nicht. 

Die norwegischen Gesundheitsbehörden erlaubten am Samstag die Ausreise zum Nations-League-Spiel nach Rumänien nicht. Der norwegische Verband will sich gegen diese Maßnahme wehren. Mit einem schriftlichen Antrag soll eine Sondergenehmigung erwirkt werden.

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"Wenn wir nicht reisen dürfen, brechen wir die Regeln der internationalen Fußballgemeinschaft und verlieren dadurch eine Chance, um uns für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Wir verlieren zudem die Chance auf den Sieg in dieser Gruppe, der uns attraktive Gegner in der Zukunft bescheren würde. Wir wären das einzige Land der UEFA, das nicht an den Pflichtspielen teilnehmen würde", pocht Verbandsboss Terje Svedsen auf eine Austragung.

Norwegens Spielmacher Martin Ödegaard will auch unbedingt antreten: "Die bevorstehenden Spiele der Nations League bedeuten uns viel. Wenn wir keine Mannschaften stellen, bedeutet dies, dass wir zwei Spiele verlieren und eine verpasste Chance, sich für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Wir sind natürlich besorgt über die zunehmende Ansteckungssituation in der Gesellschaft. Deshalb tun wir in unserem Alltag alles, um andere nicht dem Risiko auszusetzen. Als Fußballspieler leben wir seit sechs Monaten in Quarantäne. Wir tun, was wir können, um den Fußball am Laufen zu halten. Diese Spiele bedeuten uns sehr viel."

ÖFB um Lösung bemüht

Der ÖFB gibt ebenfalls ein Update: "Der ÖFB steht in Kontakt mit dem norwegischen Verband, der alles unternimmt, um mit den Gesundheitsbehörden eine Lösung zu finden, um zum Spiel nach Rumänien und dann später nach Österreich reisen zu können."