Die Musikwelt trauert um Bonnie Tyler. Die Rock-Ikone, die mit ihrer markanten Reibeisenstimme Welthits wie "Total Eclipse of the Heart", "Holding Out for a Hero" und "It's a Heartache" landete, ist im Alter von 75 Jahren gestorben.
Doch neben ihrer außergewöhnlichen Karriere sorgt vor allem eine überraschende Tatsache für Aufsehen: Ausgerechnet an ihrem größten Welthit verdiente Tyler nach eigenen Angaben "fast nichts".
"Total Eclipse of the Heart" zählt zu den erfolgreichsten Songs der 1980er-Jahre. Der Titel führte weltweit die Charts an und wurde über Jahrzehnte millionenfach verkauft. Erst kürzlich knackte der Kult-Hit auf Spotify die Marke von einer Milliarde Streams.
Trotz dieses Erfolgs erklärte Tyler in einem Interview, sie habe von ihrem größten Hit finanziell kaum profitiert. Auf die Frage nach ihren Streaming-Einnahmen antwortete sie: "Fast nichts."
Der Song stammt vollständig aus der Feder von Star-Komponist Jim Steinman. Die Verlagsrechte gingen deshalb an ihn beziehungsweise später an seinen Nachlass. Die Einnahmen aus den Streaming-Plattformen werden außerdem zunächst an den Besitzer der Originalaufnahme ausgeschüttet – heute Sony Music.
Wie viel schließlich bei der Sängerin landet, hängt vom Plattenvertrag ab. Und genau hier lag das Problem: Viele Verträge aus den 1980er-Jahren wurden lange vor dem Streaming-Zeitalter abgeschlossen und sehen für digitale Abrufe nur sehr geringe Beteiligungen der Künstler vor.
Obwohl Spotify für Tylers Musikkatalog zuletzt hohe Lizenzzahlungen ausgeschüttet haben soll, kam bei der Sängerin selbst laut ihren Aussagen nur ein Bruchteil davon an. Ein Schicksal, das sie mit vielen Musikstars ihrer Generation teilt.