Texas richtet Mörder mit der Giftspritze hin

Mörder Troy Clark bei seiner Hinrichtung und bei seiner Verhaftung 1998.
Mörder Troy Clark bei seiner Hinrichtung und bei seiner Verhaftung 1998.Bild: Reuters, Justiz Texas
Vor 20 Jahren hatte er seine Mitbewohnerin in der Badewanne ertränkt – jetzt wurde US-Killer Troy Clark (51) hingerichtet.
Wie kann ein Mensch nur so etwas tun? 1998 ertränkte der Amerikaner Troy Clark seine ehemalige Mitbewohnerin Christina Muse in der Badewanne – zuvor hatte er seine Freundin Tory Bush gezwungen, ihm dabei zu helfen, die damals 20-Jährige in die Wanne zu heben. Nach 20 Jahren hinter Gittern wurde jetzt im US-Bundesstaat Texas das Todesurteil gegen den Mörder vollstreckt: Clark starb nach der Injektion einer Giftspritze.



Das Netz berichtet über den Fall (Quelle: YouTube).

CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Kaltblütig: Der Killer hatte die Leiche anschließend in ein Fass mit Zement und Kalk gesteckt und in eine Schlucht geworfen. Und das Tatmotiv? Laut Polizei soll Clark, der mit Drogen dealte, Angst gehabt haben, dass ihn die Mitbewohnerin verraten könnte. Obwohl Clark immer bestritten hatte, Muse umgebracht zu haben, überführten ihn schließlich die Aussagen seiner Ex-Freundin. "Es gab sehr starke Beweise, dass er schuldig war", so sein Anwalt Bobby Mims. Tory Bush war wegen Mittäterschaft zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt worden.

"Ich habe sie nicht umgebracht", sagte der Mörder vor der Hinrichtung

Laut Zeugen hatte der Mörder kurz vor seiner Hinrichtung gelächelt und durch die Glasscheibe zu seinen Freunden gesagt, dass er sie liebe und alles gut sei. Zudem erklärte er: "Ich war nicht derjenige, der Christina umgebracht hat. Aber, hey, was immer euch glücklich macht." Es dauerte dann 21 Minuten, bis Ärzte seinen Tod feststellen konnten.

Es ist heuer bereits die neunte Hinrichtung in Texas

Nach seiner Verurteilung hatte Clark kritisiert, dass seine Anwälte in ihrer Verteidigung seine schlechte Kindheit nicht thematisiert hätten – er sei psychisch und körperlich missbraucht worden. Er hatte geglaubt, dass ihn diese Beweise vor der Todesstrafe bewahrt hätten. Es ist bereits die neunte Hinrichtung in Texas in diesem Jahr. (tas)

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