US-Präsident Donald Trump reist erstmals seit 2017 wieder nach China. In Peking trifft er Staatschef Xi Jinping zu einem zweitägigen Gipfel, der weltweit mit Spannung verfolgt wird. Thema Nummer eins sind die angespannten Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Supermächten.
Zuletzt hatten sich die USA und China mit Strafzöllen überzogen. Zwar gab es Ende 2025 eine vorläufige Einigung im Handelsstreit, viele Konflikte sind aber weiter ungelöst. Besonders heikel bleiben Chinas Exportkontrollen bei seltenen Erden und amerikanische Einschränkungen bei Hightech-Chips.
Auch der Krieg im Iran dürfte bei den Gesprächen eine große Rolle spielen. China gilt als wichtiger Handelspartner Teherans und kauft große Mengen iranisches Öl. Washington hofft offenbar, dass Peking seinen Einfluss nutzt, um die Lage zu beruhigen.
Ein weiterer Streitpunkt ist Taiwan. China betrachtet die demokratische Insel als Teil des eigenen Staatsgebiets. Die USA unterstützen Taiwan militärisch, zuletzt mit milliardenschweren Waffenlieferungen. Beobachter erwarten daher schwierige Gespräche zwischen Trump und Xi.
Begleitet wird Trump laut US-Medien von mehreren Top-Managern großer Konzerne. Dabei dürfte es auch um neue Geschäfte für amerikanische Unternehmen gehen - etwa in der Luftfahrt und Landwirtschaft.
Experten rechnen zwar nicht mit einem großen Durchbruch, sehen das Treffen aber als wichtigen Versuch, die zuletzt stark belasteten Beziehungen zwischen Washington und Peking zu stabilisieren.