Die Regierung unter US-Präsident Donald Trump verlangt von Deutschland und Frankreich, ihre Notvorräte an Diesel freizugeben. Damit soll der Anstieg der globalen Treibstoffpreise gebremst werden.
Sollten die Reserven nicht freigegeben werden, drohe laut mehreren Insidern ein mögliches US-Exportverbot für Diesel. Das berichtet Reuters unter Berufung auf mit den Gesprächen vertraute Personen.
Die Raffinerien in Deutschland produzierten im ersten Halbjahr 2026 deutlich mehr Diesel und Benzin aus Rohöl. Die Einfuhren beider Kraftstoffe gingen laut der Deutschen Presse-Agentur zurück.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden in Deutschland zwischen Jänner und Juni 15,8 Millionen Tonnen Diesel erzeugt – ein Plus von 9,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Produktion von Motorenbenzin stieg um 1,8 Prozent auf elf Millionen Tonnen.
Die Preise für Benzin und Diesel zogen im selben Zeitraum kräftig an: Der Wert des produzierten Benzins stieg um 16,7 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro, jener von Diesel um 42,4 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro.