Trump im Krankenhaus und weiter unter Druck

Donald Trump kommt nicht aus den Schlagzeilen. Der US-Präsident muss eine Wende in der Russland-Affäre akzeptieren.

Der vom Justizministerium eingesetzte Ermittler Robert Mueller gehe dem Verdacht nach, dass sich Trump der Justizbehinderung schuldig gemacht habe, berichtet die "Washington Post".

Bisher hatten sich die Ermittlungen nur gegen Trumps Umfeld gerichtet. Der Verdacht der Justizbehinderung ist für Trump gefährlich. Die Behinderung laufender Ermittlungen ist mindestens ein Verstoß gegen ethische Normen, im schlimmsten Fall ein Straftatbestand.

Flynn wird zur Schlüsselfigur

Der Vorwurf der Justizbehinderung hatte 1974 im Zuge der Watergate-Affäre zum Rücktritt von Präsident Richard Nixon geführt. Den Anstoß zu Muellers Ermittlungen gegen den Präsidenten gaben dessen Versuche, bei Behördenchefs auf eine Einstellung der Ermittlungen gegen seinen früheren Sicherheitsberater Michael Flynn zu drängen.

Flynn gilt als Schlüsselfigur der Russland-Affäre. Er musste den Hut nehmen, weil er über seine Kontakte nach Moskau gelogen hatte. Der "Washington Post" zufolge haben sich mehrere führende Geheimdienstvertreter zur Aussage vor Mueller bereiterklärt.

Trump besuchte Scalise

Die Ermittlungen gegen Trump persönlich stellen eine dramatische Wende in der Russland-Affäre dar. Bisher galten die Ermittlungen hauptsächlich der Frage, ob es im Präsidentschaftswahlkampf illegale Absprachen zwischen Russland und Mitarbeitern aus Trumps Team gab.

Ungeachtet der Vorwürfe geht Trump seinem gewohnten Tagesplan nach. Er besuchte Parteifreund Steve Scalise im Krankenhaus. Der Republikaner sei nach einer Schussattacke am Mittwoch in "stabilem" Zustand.

Ein Mann mit einem Gewehr hatte Scalise beim Baseball-Training für ein Benefizspiels des Kongresses angeschossen. Der mutmaßliche 66-jährige Schütze soll als Freiwilliger im Wahlkampfteam des demokratischen Präsidentschaftsbewerbers Bernie Sanders aktiv gewesen sein. (Red)

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