Trump: "Immigranten haben alle Aids"

Einreisestopp für Muslime, die sofortige Abschiebung von kriminellen Einwanderern: Donald Trump wollte im ersten Jahr als Präsident hart gegen Migranten vorgehen. Und vergriff sich in Meetings offenbar immer wieder im Ton..

Eine strikte Einwanderungspolitik sollte das Kernstück von Donald Trumps Amtszeit werden. Mit einer Mauer an der Grenze zu Mexiko wollte er illegale Einwanderer abhalten, kriminelle Migranten mit sofortiger Wirkung abschieben, und die Kinder illegaler Einwanderer (die sogenannten Dreamer) wollte er ebenso gnadenlos behandeln.

Die "New York Times" hat nun, knapp ein Jahr nach Trumps Amtseinführung, eine vernichtende Bilanz seiner Einwanderungspolitik gezogen. Auch zum Weltbild des US-Präsidenten gibt es neue Erkenntnisse.

Wutanfall

Anonyme Quellen berichteten der Zeitung von einem Meeting im Juni im Weißen Haus. Dabei sei der US-Präsident ausgerastet, weil er sein Versprechen, die Zahl der Einwanderer zu senken, offenbar nicht halten konnte. Zuvor hatten ihm Berater neue Zahlen vorgelegt, wonach zahlreiche Menschen aus Afghanistan, Haiti und Nigeria 2017 Visa für die USA erhalten hatten.



Trump: "Die haben alle Aids"


Aus Haiti seien 15.000 Menschen eingereist. "Die haben alle Aids", soll Trump gesagt haben. 40.000 seien aus Nigeria gekommen. "Wenn die einmal die USA gesehen haben, gehen sie nie wieder in ihre Hütten zurück." Einwände von US-Außenminister Rex Tillerson und dem damaligen Minister für Heimatschutz, John F. Kelly, es handle sich bei vielen nur um einmalige Aufenthalte, seien nicht gehört worden. Trump beschwerte sich: Freunde riefen ihn an, um ihm zu sagen, dass er wie ein Idiot dastehe.

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Huckabee Sanders, wies den Bericht am Samstag zurück und griff die Zeitung an. "Alle damals tatsächlich Anwesenden bestreiten diese ungeheuerlichen Vorwürfe", sagte sie. Es sei traurig und sage einiges aus, dass die "New York Times" die "Lügen ihrer anonymen Quellen" abdrucke.

(red)

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