Trump-Kandidat blamiert sich bis auf die Knochen

Ein von Donald Trump nominierter Kandidat für das Amt eines Bundesrichters musste bei seiner Anhörung zugeben, absolut keine Ahnung in Rechtsfragen zu haben.
Mit fehlender juristischer Erfahrung und gravierenden Wissenslücken hat sich ein von US-Präsident Donald Trump nominierter Kandidat für ein Bundesrichteramt blamiert.

Bei einer Anhörung im US-Senat musste Matthew Petersen einräumen, keinerlei Prozesserfahrung zu haben. Zudem habe er seit geraumer Zeit keinen Blick mehr in grundlegende Rechtstexte geworfen. Auch als der konservative Senator John Kennedy ihn nach zentralen Rechtsprinzipien fragte, musste Petersen passen und würgte noch eine ausweichende Antwort hervor: "Zum jetzigen Zeitpunkt könnte ich Ihnen keine zufriedenstellende Antwort geben."



CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Video: Senator John Kennedy über die peinliche Anhörung auf CNN.

Videos von der Anhörung wurden im Internet zum Renner. Der bloßgestellte Petersen zog seine Kandidatur für den Richterposten schließlich zurück. In einem am Montag bekannt gewordenen Brief an Trump schrieb Petersen, die Aufregung um seine Nominierung sei nicht "fair" für den Präsidenten und seine Regierung.

Kritiker sahen Petersens Nominierung als weiteren Beweis dafür, dass Trump bei seinen Personalentscheidungen nicht auf die Kompetenz der Kandidaten achte, sondern deren politische Ausrichtung ausschlaggebend sei. Bundesrichter werden in den USA vom Präsidenten nominiert und vom Senat nach einer Prüfung im Rechtsausschuss bestätigt. Eine einheitliche Richterausbildung gibt es in den USA allerdings nicht. (red/20 Minuten)

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