US-Präsident Donald Trump ist laut Medienberichten nach dem NATO-Gipfel in der Türkei nicht wie offiziell verkündet mit der Air Force One, sondern heimlich mit einem Militärflugzeug nach Großbritannien gereist. Grund dafür war offenbar eine glaubwürdige Morddrohung aus dem Iran.
Trump bestieg in Ankara öffentlichkeitswirksam die alte, babyblaue Air Force One vor laufenden Kameras. Kurz darauf wurde er laut der Washington Post jedoch verdeckt mit einem Catering-Lkw zu einem kleineren Militärjet, einer Air Force C-32A, gebracht und flog damit nach Großbritannien.
Wie spiegel.de berichtet, zitiert die Washington Post zwei mit dem Vorgang vertraute Personen. Eine von ihnen erklärte, die Täuschungsaktion sei ausgelöst worden, weil die Drohung aus dem Iran als glaubwürdig eingestuft wurde.
Die eigentliche Air Force One landete erst kurz nach dem Militärjet samt Medienvertretern und Mitarbeitern in Großbritannien. Unklar bleibt, wie Trump vom Militärjet in das größere Flugzeug wechselte. Selbst Journalisten und Teile des Weißen Hauses glaubten, sie seien im selben Flugzeug wie der Präsident unterwegs.
Das Weiße Haus verteidigte laut Washington Post das Geschenk aus Katar, mit dem Trump ursprünglich nach Ankara geflogen war. Kommunikationsdirektor Steven Cheung erklärte: "Wie der Präsident kürzlich gesagt hat, gibt es viele Feinde Amerikas, die es auf ihn abgesehen haben, und wir setzen alle uns zur Verfügung stehenden Mittel ein, um diesen Bedrohungen zu begegnen."