Trump-Sohn hatte Kontakt mit Wikileaks

Donald Trump Jr. mit seinem Vater im Wahlkampf um das Präsidentenamt.
Donald Trump Jr. mit seinem Vater im Wahlkampf um das Präsidentenamt.Bild: Reuters
Julian Assanges Enthüllungs-Plattform Wikileaks hat im US-Wahlkampf gezielt den ältesten Sohn von Donald Trump kontaktiert.

Donald Trumps ältester Sohn Donald Jr. stand während des Wahlkampfes um das Amt des US-Präsidenten in Kontakt mit Wikileaks.

Trump Jr. veröffentlichte am Montag den laut eigenen Aussagen kompletten Verlauf von Twitter-Nachrichten zwischen ihm und Julian Assanges Enthüllungsplattform, nachdem das Magazin "The Atlantic" über den Austausch berichtet hatte.

Erste Nachricht im September 2016

Der 39-Jährige betonte, dass er nur dreimal auf die Anfragen geantwortet habe. Die erste Nachricht stammt vom September 2016. Wikileaks schickte Trump Jr. eine Frage zu einem politischen Aktionskomitee. Dieser antwortete, dass er sich umhören werde.

In der zweiten dokumentierten Interaktion bittet Wikileaks den Trump-Sohn einen Bericht über die damalige demokratische Kandidatin Hillary Clinton öffentlich zu teilen. Trump Jr. antwortete, er hätte das bereits getan und fügte hinzu, dass es erstaunlich sei, "womit sie durchkommt".

Keine Reaktion mehr

Danach antwortete der Sohn des US-Präsidenten nicht mehr auf die Nachrichten der Enthüllungsplattform. Zwischen Oktober 2016 und Juli 2017 erhielt er immer wieder Anfragen und Nachrichten von den Betreibern des Wikileaks-Twitter-Accounts.

Unter anderem versuchte die Plattform, die Steuererklärung seines Vaters sowie vertrauliche Emails zu erhalten. Die Argumentation: Sonst würden andere die Dokumente erhalten und mit ihrem eigenen "parteiischen Dreh" tröpfchenweise veröffentlichen. Damit war unter anderem die "New York Times" gemeint. Die Publikation veröffentlichte immer wieder belastendes Material über die Trump-Kampagne.

Trump TV

Auch einen Tipp hatte Wikileaks parat: Falls Trump die Wahl verliere, solle er das Ergebnis nicht akzeptieren und die "Manipulation" der Medien anprangern. Damit könne er den Start eines eigenen Fernsehsenders befeuern. Damals war darüber spekuliert worden, dass "Trump TV" in den Startlöchern stehen könnte.

Für Trump Jr. sind die Enthüllungen nicht besonders angenehm. Er hatte bereits zugeben müssen, dass er sich in der Wahlkampfphase mit einer russischen Anwältin getroffen hatte, weil diese ihm belastendes Material über Hillary Clinton versprochen hatte.

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(lu)

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