Welt

Trump sorgt für Boom bei mobilen Toiletten

Der US-Präsident hat der Hauptstadt Washington einen besonderen Aufschwung beschert. Das Geschäft mit mobilen Toiletten boomt.
Heute Redaktion
14.09.2021, 00:20

Er wolle "der größte Job-Bringer, den Gott jemals geschaffen hat" sein, hatte US-Präsident Donald Trump im Wahlkampf großspurig angekündigt. Von diesem Ziel ist er noch etwas weit entfernt. Aber zumindest bei der Toiletten-Industrie in der Hauptstadt Washington D.C. ist ein Trump-Effekt bemerkbar.

Seit Trump ins Weiße Haus eingezogen ist, kommt es regelmäßig zu Demonstrationen in der Hauptstadt. Zuletzt sorgten etwa der Women's March und der Peoples Climate March mit jeweils mehreren Zehntausenden von Teilnehmern für klingelnde Kassen bei Firmen, die mobile Toiletten bereitstellen. Pro 300 Teilnehmern müssen Veranstalter nämlich für mindestens eine Toilette sorgen.

Die Zunahme von politischen Protestveranstaltungen um rund 30 Prozent haben sich in einem ebenso großen Umsatzplus für die Toiletten-Firmen bemerkbar gemacht, berichtet die "Washington Post". "Ich sage nur soviel, dass wir den Aktivismus lieben", erzählt etwa Rob Weghorst, dessen Firma ihren Sitz im benachbarten Bundestaat Virginia hat. "Er hat uns einen interessanten und lukrativen Frühling beschert", so der Unternehmer.

Manche Firmen berichten sogar von bis zu 40 und 50 Prozent mehr Einnahmen im Vergleich zum Vorjahr. Zwar wird der größte Umsatz immer noch mit Baustellen gemacht, doch die Kurzzeit-Miete bei Protesten bringt einen ordentliches Umsatzplus.

"Zumindest das macht er gut"

Tatsächlich haben sich die Kosten für mobile Toiletten als größter Kostenfaktor beim Organisieren von Protestmärschen herausgestellt. Viele Veranstalter haben Spenden-Websites eingerichtet, um die Logistik bezahlen zu können. "Es ist wohl ein Kompliment für Trump, dass er gut für die örtliche Mobilklo-Industrie ist. Das ist zumindest eine Sache, die er gut macht", meint ein Veranstalter. (hos)

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