Trump spioniert Kims Atomprogramm aus

Der Auslandsgeheimdienst von Donald Trump hat eine eigene Spezialeinheit gebildet, die die Bedrohung durch Nordkoreas Atomprogramm bewerten soll.

Premiere für den US-Geheimdienst: Erstmals in der 70-jährigen Geschichte wurde jetzt beim CIA eine Geheim-Einheit gebildet, die sich nur mit einem Land befasst.

Durch die Schaffung des "Korea Mission Center" sollten die Bemühungen der CIA gegen die Bedrohung der USA und ihrer Verbündeten durch Nordkorea zielgerichteter und direkter erfolgen, so CIA-Chef Mike Pompeo.

Das Atomprogramm Nordkoreas beunruhigt die internationale Gemeinschaft seit Jahrzehnten – ein Rückblick:

In den 60er-Jahren wurde das Atomzentrum in Yongbyon errichtet, 1980 begann das Regime mit der Entwicklung von Atomwaffen. Das Regime in Pjöngjang erklärt 1994 seinen Austritt aus der Internationalen Atomenergiebehörde, verspricht in einem Abkommen mit Amerika, sein Atomprogramm zu stoppen. 1998 startet das Regime eine mehrstufige Rakete, um einen Sateliten zu testen. Laut USA soll es sich aber dabei um eine Mittelstreckenrakete gehandelt haben.

Austritt aus dem Atomwaffensperrvertrag

2003 Nordkorea tritt aus dem Atomwaffensperrvertrag aus, bekennt sich 2005 zum Besitz von Atomwaffen. 2006 testet Pjönjang mehrere Raketen über dem Japanischen Meer, nur kurz später folgt der erste unterirdische Atomtest.

Der Weltsicherheitsrat verurteilt im Jahr 2009 den Start einer Langstreckenrakete, daraufhin steigt das Regimeg aus den internationalen Atomgesprächen aus. Nach weiteren Atomtests evrschärfen die UN die Sanktionen gegen Nordkorea. 2011 wird klar, dass Nordkorea weiter entwickelte Atomanlagen haben muss als bisher bekannt war. Laut UN-Angaben exportiert Nordkorea für nukleare Sprengköpfe geeignete Raketen in den Iran und andere Krisengebiete. Im Jahr 2012 – nach dem Tod von Diktator Kim Jong Il – verhandeln Washington und Pjöngjang wieder direkte Atom-Gespräche. Nach weiteren Raketentest 2013 weitet der Weltsicherheitsrat die Sanktionen aus – aber Nordkorea testete weiter.

(isa)

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