Welt

Trump und Omarosa streiten um Schweigegeld

Ein Kleinkrieg wie aus einer Realityshow: Eine Ex-Mitarbeiterin wirft Donald Trump vor, Schweigegeld angeboten zu haben.
Heute Redaktion
13.09.2021, 19:46

Omarosa Manigault Newman hat eine weitere Tonaufnahme veröffentlicht. In der Aufnahme, die der US-Nachrichtenseite MSNBC vorliegt, ist zu hören, wie Donald Trumps Schwiegertochter Lara Trump Omarosa einen Job anbietet. Dieser würde es lediglich erfordern, dass Newman im Rahmen seiner Wahlkampagne "positiv" über den US-Präsidenten spricht. Die Gage: Üppige 15.000 Dollar pro Monat, umgerechnet rund 13.000 Euro.

Erst am Dienstag erschien ein Buch von Manigault Newman, in dem Trumps Ex-Beraterin ihn einen Rassisten, Frauenfeind und Lügner nennt – und auch noch Zweifel an seiner geistigen Gesundheit durchblicken lässt. Schon zuvor gab sie geheime Mitschnitte von Gesprächen mit Trump und seinem Stabschef John Kelly an einen Fernsehsender. Der US-Präsident ist seither bemüht, seine langjährige Vertraute zu diskreditieren und schimpft wie ein Rohrspatz.

In der neuen Tonaufnahme erwähnt Lara Trump, die Ehefrau von Eric Trump, einen Bericht der "New York Times", in dem es heißt, Newman habe Insiderinformationen, die Trump schaden könnten. "Es hört sich ein bisschen so an, als ob es da ein paar Sachen gibt, die Sie in der Hinterhand haben und benutzen könnten", hört man Lara Trump darin sagen.

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Manigault Newman, die als Teilnehmerin in Trumps früherer Realityshow "The Apprentice" bekannt wurde, war nach Trumps Wahlsieg als Beraterin im Weißen Haus eingestellt worden. Im Dezember wurde sie entlassen.

Besonders grantig reagierte der US-Präsident auf die Veröffentlichung eines Mitschnitts durch den Sender NBC, wonach er von der Entlassung seiner engen Mitarbeiterin gerade erst gehört hatte und nicht vorab informiert worden war. Trump schrieb eine Serie wütender Tweets und beschimpfte seine langjährige Bekannte als "Abschaum" und „Hündin". Nebenbei räumte Trump aber ein, dass er mit ihr zufrieden gewesen sei, so lange sie positive Dinge über ihn gesagt habe.

Trumps Wahlkampfteam leitete außerdem rechtliche Schritte gegen die 44-Jährige ein. Man habe eine Schiedsstelle in New York angerufen, weil Manigault Newman eine Vertraulichkeitsvereinbarung aus dem Jahr 2016 gebrochen habe, bestätigte ein Wahlkampfmitarbeiter.

(GP)