Trump will Abrüst-Vertrag mit Russland aufkündigen

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Die USA wollen aus einem Abrüstungsvertrag mit Russland aussteigen. "Russland hat das Abkommen verletzt", wettert Trump.

Die USA stehen nach den Worten von Präsident Donald Trump kurz vor dem Rückzug aus dem mit Russland geschlossenen INF-Vertrag zur Abschaffung von atomwaffenfähigen Mittelstreckenraketen. Moskau halte sich nicht an das Abkommen, "also werden wir das Abkommen beenden", sagte Trump am Samstag zu Journalisten in Elko im Bundesstaat Nevada.

"Russland hat das Abkommen verletzt", sagte Trump. "Sie haben es viele Jahre lang verletzt." Er wisse nicht, warum die Vorgängerregierung unter Präsident Barack Obama nicht verhandelt habe oder sich aus dem INF-Vertrag zurückgezogen haben. "Wir werden es nicht zulassen, dass sie ein Nuklearabkommen verletzen" und sich Waffen zulegen, "während es uns nicht erlaubt ist".

Abschaffung von Mittelstreckenraketen

Washington beschwert sich seit zwei Jahren, dass Moskaus Kurzstrecken-Raketensystem "Iskander" gegen den 1987 geschlossenen Vertrag über nukleare Mittelstreckensysteme verstoße. Der INF-Vertrag verpflichtet die USA und die Nachfolgestaaten der Sowjetunion zur Abschaffung aller landgestützten, nuklear bestückbaren Mittelstreckenraketen mit Reichweiten zwischen 500 und 5.500 Kilometern.

Die Iskander können mit zwei Marschflugkörpern des Typs 9M729 von bislang unbekannter Reichweite bestückt werden. Trump stützt sich bei seinen Vorwürfen auf Vermutungen wonach diese bis zu 2.600 Kilometer entfernte Ziele ansteuern können.

Die NATO geht davon aus, dass die Reichweite des russischen Raketensystems 9M729 in dem im INF-Vertrag genannten Bereich liegt. Auch Moskau hatte wiederholt bestritten, dass sein Raketensystem gegen den Vertrag verstößt. (red)

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