Ölkrise trifft auch Europa

Trump will Diesel-Exporte stoppen

Angesichts massiv gestiegener Spritpreise erwägt die US-Regierung einen Diesel-Exportstopp. Das könnte auch in Europa spürbar sein.
Newsdesk Heute
24.09.2026, 13:10
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US-Präsident Donald Trump hat sich für einen Stopp der Diesel-Exporte ausgesprochen. "Ich habe gesagt, lasst uns den Diesel nicht ausführen", sagte Trump am Rande der UN-Generaldebatte in New York.

Nach Angaben von US-Finanzminister Scott Bessent prüft die Regierung die umstrittene Maßnahme. Ein Exportstopp könne auch "ein wenig Auswirkungen auf normales Benzin für Autos haben", so Trump weiter.

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Wie n-tv berichtet, suchen Trumps Republikaner vor den Kongresswahlen am 3. November händeringend nach Mitteln zur Senkung der hohen Treibstoffpreise.

Der Dieselpreis in den USA ist zuletzt auf ein neues Rekordhoch gestiegen – allein im August verteuerte sich der Kraftstoff um rund 24 Prozent.

Landwirte frustriert, Partei gespalten

In den USA wird Diesel überwiegend in Nutzfahrzeugen wie Traktoren oder Lastwagen eingesetzt. Viele Landwirte, die zuletzt Trump gewählt hatten, sind frustriert über die hohen Preise.

Bei den Republikanern ist die Maßnahme jedoch umstritten: Während Kongressmitglieder aus landwirtschaftlich geprägten Bundesstaaten wie Iowa, Kansas oder Nebraska einen Ausfuhrstopp befürworten, sind Parteivertreter aus ölproduzierenden Staaten wie Texas oder Alaska dagegen.

Iran-Krieg treibt Ölpreis

Die weltweiten Ölpreise sind durch den Iran-Krieg deutlich gestiegen. Der Iran blockiert derzeit die für den Welthandel wichtige Straße von Hormus. Zuletzt hatten die USA während der Ölkrise der 1970er Jahre ihre Rohöl-Ausfuhren weitgehend gestoppt, um die heimischen Preise zu senken.

red,24.09.2026, 13:10