Donald Trump mischt sich mit Feuereifer in den Bau neuer US-Flugzeugträger ein. Der US-Präsident will, dass das Kommandozentrum der Schiffe - der sogenannte Turm oder "Insel" - von seiner Position am hinteren Teil des Decks in die Mitte versetzt wird.
Der Grund für diesen Wunsch ist rein ästhetischer Natur: Trump würde es bevorzugen, wenn die modernen Flugzeugträger so aussehen würden wie jene, die während des Zweiten Weltkriegs im Einsatz waren.
Das berichtet n-tv unter Berufung auf die "Washington Post", die sich auf mehrere namentlich nicht genannte US-Offizielle stützt. Die Änderung könnte bei den im Bau befindlichen Schiffen zu massiven Verzögerungen und einem heftigen Kostenanstieg führen.
Derzeit befinden sich drei Flugzeugträger der Ford-Klasse in verschiedenen Stadien der Entwicklung. Der erste dieser Klasse, die "USS Gerald R. Ford", ist nach einer 17-jährigen Bauzeit bereits im Einsatz. Insgesamt sollen zehn solcher Schiffe gebaut werden - zu Kosten von jeweils 22 Milliarden Dollar.
"Das ist sehr störend", warnte Bryan Clark, Forscher am Hudson-Institut in Washington. Eine Verlegung des Kontrollturms würde sich auf Auftrieb und Gewicht des Schiffes auswirken und mit erheblichen Kosten verbunden sein.
Die Position des Turms am hinteren Teil hat handfeste Gründe: Sie schafft mehr Platz für Kampfjets und macht Landungen sicherer, da Turbulenzen verringert werden.
Doch Trump will noch mehr ändern: Er unterzeichnete ein Memorandum, das die Rückkehr zu Dampfkatapulten statt der modernen elektromagnetischen Startsysteme vorsieht. "Sie haben Milliarden Dollar mehr für elektrische Katapulte ausgegeben, und sie sind nicht gut", erklärte Trump. Auch das könnte Experten zufolge Hunderte Millionen Dollar Mehrkosten verursachen.