Szene

Trump will Wahl bei Niederlage nicht akzeptieren

Heute Redaktion
14.09.2021, 13:11

In der Nacht auf Donnerstag sind die beiden US-Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton und Donald Trump in Las Vegas ein letztes Mal gemeinsam vor den TV-Kameras gestanden, ehe am 8. November gewählt wird. Der im Vorfeld spekulierte totale Konfrontationskurs des in den Umfragen zuletzt zurückliegenden Republikaners hat nicht ganz stattgefunden. Falls er sich um die Wahl betrogen fühlen sollte, werde er das Ergebnis vielleicht nicht anerkennen, so Trump.

In der Nacht auf Donnerstag sind die beiden US-Präsidentschaftskandidaten in Las Vegas ein letztes Mal gemeinsam vor den TV-Kameras gestanden, ehe am 8. November gewählt wird. Der im Vorfeld spekulierte totale Konfrontationskurs des in den Umfragen zuletzt zurückliegenden Republikaners hat nicht ganz stattgefunden. Falls er sich um die Wahl betrogen fühlen sollte, werde er das Ergebnis vielleicht nicht anerkennen, so Trump.

"Angsteinflößend" nannte Hillary Clinton die Ansage Trumps, er werde das Wahlergebnis nicht akzeptieren, falls er Anzeichen einer Manipulation vermutet. Der nach Veröffentlichung einer belastenden Tonbandaufnahme in die Enge getriebene Trump wirkte bei der letzten Debatte in der Universität von Las Vegas frustriert.

Mit altbekannten populistischen Ansagen zu illegalen Einwanderern und Abtreibungsrechten versuchte er  die letzte Möglichkeit zu nutzen, konservative Wähler zu mobilisieren. So wiederholte er beispielsweise die Forderung, eine Mauer gegen die "bad hombres" bauen lassen zu wollen. 

Doch er wurde von Clinton und dem Moderator Chris Wallace immer wieder auf für ihn gefährliches politisches Parkett geführt. Die demokratische Kandidatin warf ihm vor, im Falle seiner Wahl nur eine "Handpuppe" von Russlands Präsident Putin zu sein.

Clinton ist "Lügnerin"

Trump griff Clinton mehrfach an und sagte" Sie wurde schon in so vielen verschiedenen Dingen als Lügnerin entlarvt". Außerdem sei sie "schuldig in einem sehr ernsten Verbrechen", verwies er auf ihre E-Mail-Affaire.

Als Clinton ihn gegen Ende der Debatte in der Frage der Sozialversicherungen festnagelte, nannte er sie "eine böse Frau". 

Weniger als drei Wochen vor der Wahl wirkte die Debatte weniger wie ein Duell auf Augenhöhe sondern mehr wie ein letzter, verzweifelter Versuch eines immer chancenloseren Kandidaten, sich irgendwie über Wasser zu halten. 

"Er verletzt ihre Würde"

Natürlich wurden auch die , die Trump vor einigen Wochen zum fatalen Verhängnis wurden, angesprochen. "Donald ist der Meinung, dass ihn ein Heruntermachen von Frauen größer erscheinen lässt. Er verletzt ihre Würde, ihr Selbstwertgefühl. Es gibt nirgendwo auf der Welt eine Frau, die nicht weiß, wie sich so etwas anfühlt", sagte Clinton. Trump entgegnete lediglich, dass niemand "mehr Respekt vor Frauen" haben als er selber.

Moderator Chris Wallace vom konservativen TV-Sender FOX hatte insgesamt sechs Themenblöcke für die Debatte vorbereitet. Neben Abtreibung, illegaler Einwanderung und den Vorwürfen der sexuellen Belästigung wurden die Kandidaten auch zur Wirtschaft der USA sowie diplomatischen Kontakten zu Russland und Deutschland befragt.

"Putin hat keinen Respekt vor Clinton"

Trump, der sich in jüngster Vergangenheit mehrfach positiv über Putin geäußert hatte, sagte: "Ich kenne Putin nicht, er ist nicht mein bester Freund". Dennoch sei es wichtig, sich gut mit Russland zu vertragen. Putin hätte weder vor Clinton noch vor Obama Respekt.

Von Verbündeten wie Deutschland und Japan forderte Trump die Bezahlung für militärischen Schutz. "Wir werden von allen auf der Welt abgezockt", ist sich der Milliardär sicher.

Am 8. November wird sich zeigen, wem die US-Amerikaner mehr Vertrauen schenken. In jüngsten Umfragen liegt Clinton deutlich vor dem republikanischen Kandidaten.

 

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