Ein US-Bundesrichter hatte Ende Mai entschieden, dass nur der Kongress das Recht hat, das Kennedy Center umzubenennen. Trump habe rechtswidrig gehandelt, als er seinen Namen auf der Fassade über den des früheren Präsidenten John F. Kennedy setzen ließ.
Am Samstag wurde der Anordnung schließlich Folge geleistet. "Sämtliche physische Beschilderung am Kennedy Center", auf der Trumps Name stand, sei entfernt worden, teilte Geschäftsführer Matt Floca in einem Gerichtsdokument mit.
Zuvor hatte der Richter einen Antrag des Verwaltungsrats und des Justizministeriums zurückgewiesen, mit dem die Rückbenennung gestoppt werden sollte. Das Kulturzentrum hatte kurz vor Ablauf der Frist um Mitternacht noch eine Verlängerung um zwölf Stunden beantragt – Gewitter hätten Sicherheitsrisiken für die Arbeiter dargestellt.
Am Freitagabend hatten sich zahlreiche Menschen vor dem Kulturzentrum versammelt und den Aufbau des Baugerüsts begleitet. Auch im Internet verfolgten Tausende Menschen die Arbeiten in einer Live-Übertragung.
Der Verwaltungsrat und das Justizministerium haben bei einem höheren Gericht Berufung eingelegt. Richter Christopher Cooper hatte auch den Plan gestoppt, das Zentrum ab dem Nationalfeiertag am 4. Juli für zwei Jahre zu schließen.
Das Kennedy Center wurde nach der Ermordung von Präsident Kennedy 1963 zu seinen Ehren errichtet und 1971 eröffnet. Trump hatte es nach seiner Wiederwahl als linke, "woke" Institution bezeichnet und ein "patriotisches" Kulturprogramm angekündigt.