Warum ist Trumps Teint eigentlich so orange?

Auch im tiefsten Winter präsentiert sich Donald Trump mit sommerlicher Bräune. Dazu gibt es viele Theorien, die das Weiße Haus aber alle abschmettert. Was steckt also wirklich dahinter?
Vergangene Woche wurde der Mittlere Westen der USA von arktischen Luftmassen in einen riesigen Tiefkühler verwandelt. Schnee und Eis dominieren in weiten Teilen das Landschaftsbild. Im Weißen Haus sitzt aber einer, dem man das Winterwetter aber absolut nicht ansieht: Präsident Donald Trump erstrahlt weiterhin in sommerlicher Bräune. Wie er das macht? Nun ja, das ist ein Staatsgeheimnis.

Und das lässt die Menschen rund um den Globus rätseln. Die renommierte "New York Times" ist nun dem mysteriösen, orangen Teint, der schon sowas wie ein Markenzeichen von Trump geworden ist, näher auf den Grund gegangen.

Solarium?

So behauptete Visagist Jason Kelly, die mit Trump und zahlreichen anderen Republikanern gearbeitet hatte, schon 2016 gegenüber "Harper's Bazaar", dass Trump regelmäßiger Gast im Solarium sei. Auch seine frühere Assistentin Omarosa Manigault Newman verriet in ihrem Buch "Unhinged: An Insider's Account of the Trump White House", dass ein Bediensteter gefeuert worden war, nachdem er unsanft mit einer Sonnenbank umgegangen war.

Viele von Trumps früheren Klassenkameraden hätten ihn als jemanden beschrieben, der eine UV-Glühbirne in eine Lampe eindrehen würde, um "auf den Strand zu gehen", so die "New York Times". Auch die omnipräsenten, helleren Bereiche unter den Augen des US-Präsidenten scheinen diese Behauptungen zu stützen. Seine Gesichtsfarbe "scheint einen Orange-Stich zu haben, mit weißen Halbmonden unter den Augen, wo er, wie ich vermute, immer kleine Schutzbrillen auflegt", schreibt auch der frühere FBI-Chef James Comey in seinen Memoiren.

CommentCreated with Sketch.2 Zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Allerdings: nach Aussagen von Mitarbeitern existiert auf dem gesamten Gelände des Weißen Hauses keine Sonnenbank.

Selbstbräuner?

Dermatologin Tina Alster, die mehrere Mitglieder des Kabinetts, allerdings nicht Trump selbst, betreut, hat eine andere Vermutung. "Er sieht mehr orange als gebräunt aus", so Alster. Für sie sei das ein klares Zeichen, dass nicht ein Solarium, sondern Selbstbräuner-Cremen oder -Sprays zum Einsatz kämen. Und: durch die "weißen Halbmonde" könnten bräunende Nahrungsergänzungsmittel wie Carotinoide ausgeschlossen werden. Auch diese soll es aber im Weißen Haus nicht geben.

Dass Trump äußerst viel Wert auf seinen Look legt und darauf auch sensibel reagiert, ist allseits bekannt. So herrscht bei Fernsehauftritten im Weißen Haus mittlerweile nur noch Dämmerlicht, nachdem sich der Präsident beschwert hatte, dass seine Haut und Haare zu gelb bzw. orange auf den Bildschirmen wirken würden.

Gute Gene?

Noch bevor Trump vor die Kameras tritt, wird zusätzlich noch mit Puder nachgeholfen. Dieses sei aber transparent und keinesfalls ein Bronzer, soll ein Insider aus dem Weißen Haus gegenüber der "New York Times" betont haben.

Und was ist wirklich der Grund? Im Weißen Haus angefragt, will man sich offiziell nicht zu der Debatte äußern. Der Insider verrät unter dem Schutz der Anonymität nur so viel: Trumps strahlender Teint sei das Resultat "guter Gene". So bleibt die Styling-Routine des US-Präsidenten wohl weiterhin ein gut gehütetes Staatsgeheimnis.

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(rcp)

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