Niederösterreich

Tschetschene trug in Haft Hakenkreuz-Tattoo im Ohr

Ein 27-Jähriger hatte sich in der Justizanstalt ein Hakenkreuz ins Ohr tätowieren lassen, schrie dann in der Zwangsjacke "Heil Hitler".
14.03.2022, 14:48

Von vier Beamten streng bewacht wurde ein tschetschenischer Häftling (27) am Montag in den Verhandlungssaal am Landesgericht Korneuburg geführt. Der 27-Jährige war bereits 14 Mal verurteilt worden und war rund 100 Mal behördlich auffällig gewesen.

Im März 2021 soll er sich von einem Mithäftling ein Hakenkreuz ins Ohr stechen haben lassen. Die Justizbeamten in Sonnberg bemerkten das verbotene Symbol, meldeten dies und rieten ihm in der Folge, das Hakenkreuz mit einem Pflaster zu bedecken. Da der Häftling ein selbstschädigendes Verhalten an den Tag gelegt hatte, wurde er in eine videoüberwachte Einzelzelle gelegt - mit speziellen Gitter und Armaturen, um sich nicht zu verletzen.

In der Zelle wurde ihm dann noch eine "Zwangsjacke" angelegt, der Häftling skandierte laut Anklage zwei Mal: "Heil Hitler". Und er soll einen Beamten bei der Zellenverlegung bedroht haben: "Ich bin bereit, alle zu erschlagen, ihr habt keine Chance, ich werde Eure Kiefer brechen."

Das Urteil in Korneuburg: 2 Jahre unbedingt als Zusatzstrafe (nicht rechtskräftig).

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