Wien

TU leitet Plagiatsverfahren gegen Niki Popper ein

Vergangene Woche wurden Plagiatsvorwürfe gegen den Simulationsforscher Niki Popper bekannt. Nun leitet die Technische Universität ein Verfahren ein.

Heute Redaktion
Der Simulations-Experte Niki Popper ist mit Plagiatsvorwürfen konfrontiert.
Der Simulations-Experte Niki Popper ist mit Plagiatsvorwürfen konfrontiert.
Franz Neumayr / picturedesk.com

Wie der Plagiatsjäger Stefan Weber vergangene Woche bekannt gab, soll der bekannte Simulationsforscher Niki Popper fast die Hälfte seiner Diplomarbeit abgeschrieben haben, "Heute" berichtete.

Externe Gutachter

Nach den Plagiatsvorwürfen gegen Poppers Diplomarbeit und seine Dissertation leitet die Technische Universität (TU) ein Verfahren zur Überprüfung ein, berichtet die APA. Diese solle durch unabhängige, externe Gutachter erfolgen, hieß es.

Laut Weber soll Popper in seiner Diplomarbeit (2001) mit dem Titel "Simulation of the Respiratory System: Compartement Modelling and Modelling of Perfusion" Textstellen über den menschlichen Atmungskreislauf angeführt haben, ohne sie entsprechend auszuweisen.

Auch Mängel in Dissertation festgestellt

Außerdem habe der bekannte Plagiatsjäger in der Dissertation des Simulationsforscher Fremdplagiate aus einem Wikipedia-Eintrag, aus einer ein halbes Jahr älteren Dissertation und aus einem neun Jahre älteren Fachartikel anderer Autoren festgestellt.

Popper räumte zwar ein, Passagen "unreflektiert" übernommen zu haben, betonte jedoch seine Arbeiten eigenständig verfasst zu haben.

Die TU Wien will nun feststellen lassen, ob die Arbeit nur formale Mängel aufweise oder ein Plagiat im Sinne des Universitätsgesetzes (UG) vorliege. Zugleich wird betont, dass "die Redlichkeit von Dr. Popper außer Zweifel steht."

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