Regierung holt Türken und Kurden ins Kanzleramt

Bei Kurden-Demos kam es zu Gewalt.
Bei Kurden-Demos kam es zu Gewalt.W24
Nach den gewaltsamen Ausschreitungen in Wien sollen Vertreter aller Beteiligten an einen Tisch geholt werden.

Bei linken Demonstrationen kam es in letzter Woche immer wieder zu gewalttätgen Attacken türkischer Nationalisten. Um die Ausschreitungen in den Griff zu bekommen, berufen Integrationsministerin Susanne Raab und Innenminister Karl Nehammer (beide ÖVP) eine Krisensitzung im Bundeskanzleramt ein, berichtet die APA.

Nächste Woche sollen in diesem Rahmen Vertreter der rechtsextremen Türkischen Föderation (Graue Wölfe) und UETD, die Föderation der Arbeiter und Studenten, die Föderation der Aleviten und die Türkische Kulturgemeinde zusammentreffen.

"Schulterschluss gegen Radikalisierung"

"Szenen wie jene in Favoriten dürfen sich nicht wiederholen, das wollen wir den Vertretern der Vereine klarmachen. Wir dulden nicht, dass Konflikte aus der Türkei in Österreich ausgetragen werden. Wir erwarten uns einen positiven Einfluss der Vereine in Österreich, sie müssen ihrer Verantwortung gerecht werden", so Ministerin Raab gegenüber der APA.

Nehammer: "Was es jetzt braucht, ist ein Schulterschluss gegen Radikalisierung. Wir wehren uns gegen jede Form der Destabilisierung und Instrumentalisierung von Vereinen. So werden vor allem die Krawalle und Angriffe auf Polizisten in Österreich auf keinen Fall geduldet. Alle Vereine sind daher im höchsten Maß zur Zusammenarbeit aufgerufen." Die beiden Minister wollen kommende Woche auch einen Runden Tisch zum Thema Radikalisierung veranstalten.

"Radikale Linke" demonstriert

Am Samstag findet bereits die nächste Demo in Wien statt, diesmal geht es ab 13.30 Uhr vom ORF-Radiokulturhaus in der Argentinierstraße zum Keplerplatz in Favoriten. Angemeldet wurde die Demonstration von der "Plattform Radikale Linke". "Allein in Österreich wurden innerhalb der letzten Wochen mehrere Frauen* von ihren Partnern ermordet und eine feministische Kundgebung in Wien von Faschist_innen angegriffen", so Sprecherin Karla Sedlak zum Grund der Versammlung. Zudem wolle man gegen die Übergriffe durch Faschisten wie die Grauen Wölfe auftreten.

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