Der Disziplinarausschuss des türkischen Fußballverbands hat am Dienstag 147 aktive und ehemalige Klubfunktionäre für 45 Tage gesperrt. Sie sollen gegen die Wettregeln verstoßen haben. Die Maßnahmen sind Teil einer umfassenden Untersuchung zu Glücksspiel im türkischen Fußball.
Der Ausschuss prüfte die Fälle von 448 Funktionären, die der Verband wegen mutmaßlicher Wetten während ihrer Tätigkeit bei Klubs gemeldet hatte. Bei 147 Personen stellte er einen Verstoß fest. Während der Sperre dürfen sie keine Aufgaben im Fußball ausüben. In den übrigen 301 Fällen sah der Ausschuss keine ausreichenden Gründe für eine Strafe.
Zu den Gesperrten zählt laut dem Beschluss auch Ertugrul Dogan, Präsident des Erstligisten Trabzonspor.
Der türkische Fußballverband hatte im September mitgeteilt, 448 aktive und ehemalige Klubfunktionäre vorläufig suspendiert zu haben. Sie waren in den vergangenen fünf Jahren bei Vereinen der ersten oder zweiten türkischen Liga tätig gewesen. Laut Verband hatten sie während ihrer Funktion bei einem Klub Wetten platziert.
Seit einem Skandal im Vorjahr kontrolliert der Verband die Wettaktivitäten strenger. Im Zuge der Ermittlungen wurden 149 Schiedsrichter und 1.024 Spieler für unterschiedlich lange Zeiträume gesperrt.